Spanische LKW-Streiks
Lissabonner Flughafen geht Sprit aus

Die spanischen LKW-Streiks wirken sich auch auf das Nachbarland Portugal aus. Der Flughafen Portela in der portugiesischen Hauptstadt musste auf Notversorgung mit Kerosin umstellen. Verspätungen oder Stornierungen wurden allerdings noch nicht gemeldet. In Spanien selbst müssen die Fabriken zahlreicher Automobilhersteller die Produktion einstellen.

HB LISSABON. Aufgrund des Streiks der spanischen LKW-Fahrer ging in Portugal an Lissabons größtem Flughafen Portela der Sprit aus. Nahezu alle Flugzeuge müssten zum Auftanken auf andere Flughäfen in Portugal ausweichen, sagte ein Sprecher der Luftfahrtbehörde. Nur Rettungsflieger sowie Militär- und Staatsmaschinen würden noch mit Kerosin versorgt. Verzögerungen oder Flug-Stornierungen gab es den Angaben zufolge nicht.

Die spanische Automobilindustrie ist wegen des Streiks der LKW-Fahrer gegen die hohen Treibstoffkosten weitgehend zum Erliegen gekommen. Alle 18 Automobilwerke müssten ihre Produktion infolge fehlender Teile oder Treibstofflieferungen bis Donnerstag einstellen, teilte der Branchenverband Anfac am heutigen Mittwoch mit.

Die Fabriken stellen täglich 13 000 Fahrzeuge her und tragen rund fünf Prozent zum spanischen Bruttoinlandsprodukt bei. Zu den Fahrzeugproduzenten in Spanien zählen unter anderen SEAT, Mercedes-Benz, Renault, Nissan, Citroen, Peugeot und Ford, dessen Produktionsanlage am Mittwoch noch arbeitete.

Spanische und portugiesische LKW-Fahrer protestieren seit Tagen gegen die hohen Benzinpreise. Auch zahlreiche Tankstellen in Lissabon haben leere Tanks. Vor anderen bildeten sich lange Autoschlangen. Auf der Iberischen Halbinsel werden wegen des Ausstands der LKW-Fahrer auch frische Lebensmittel in den Läden knapp. Bei den Protesten in Lissabon kam ein Streikposten ums Leben. Auch in Südspanien starb ein Lastwagenfahrer. Beide wurden von LKWs überfahren.

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