Städtetourismus boomt
Urlauber haben keine Lust mehr aufs Land

Der Urlaub auf dem Land geht in Deutschland zurück. Städtetourismus wird hingegen immer beliebter.

HB WIESBADEN. Dies ist das Fazit einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes, die am Dienstag in Wiesbaden anlässlich der am Mittwoch beginnenden Leipziger Tourismus-Messe vorgestellt wurde. Die Zahl der Übernachtungen in Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnern stieg von Januar bis Ende August um 8,0 Prozent auf 50,5 Millionen. In Städten und Gemeinden mit weniger als 20 000 Einwohnern sei dagegen ein Minus gezählt worden, sagte Statistiker Ulrich Spörel. Insgesamt ergab sich für die Übernachtungszahlen damit nur ein leichtes Plus von 0,1 Prozent auf 234,4 Millionen.

Die Großstädte profitieren dabei auch stark von Geschäftsreisen. Dagegen haben die kleineren Städte unter dem Rückgang bei den dort häufigeren Kur- und Reha-Aufenthalten zu leiden. Zudem ist die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen im Vergleich zum Rekordsommer 2003 zurückgegangen. Nach der Erhebung des Bundesamtes stieg die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland in den Großstädten um 13 Prozent auf 14,6 Millionen. Die Übernachtungen inländischer Gäste stiegen um 6 Prozent auf 35,9 Millionen.

In den Großstädten waren die Touristen aus den USA die am stärksten vertretene Gästegruppe (13 Prozent). Danach folgten Großbritannien (10 Prozent), Italien (8 Prozent) und die Niederlande (7 Prozent). Im Deutschlandtourismus insgesamt nehmen die Niederländer den Spitzenplatz ein. Die Stadt mit den meisten Übernachtungen war Berlin mit 8,7 Millionen, das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Danach folgten München (5,0 Millionen, plus 10 Prozent), Hamburg (3,9 Millionen, plus 8 Prozent), Frankfurt/Main (2,8 Millionen, plus 11 Prozent) und Köln (2,4 Millionen, plus 8 Prozent).

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