Starke Gewitter - Blitzeinschläge
Unwetter über Nord- und Ostdeutschland

Die zweite Nacht in Folge kam es in Teilen der Republik - diesmal in Nord- und Ostdeutschland - zu Unwettern mit heftigen Gewittern und starken Regengüssen.

HB HAMBURG/FRANKFURT/BOCHUM. Betroffen waren besonders Sachsen und Brandenburg. Glimpflicher kamen Schleswig-Holstein und Hamburg davon. Vielerorts musste die Feuerwehr ausrücken, um überflutete Straßen zu sperren und voll gelaufene Keller leer zu pumpen. Stellenweise war die Kanalisation wegen der Wassermassen überlastet. Die Polizei registrierte Blitzeinschläge in Häuser und Scheunen.

In der Innenstadt von Chemnitz mussten Technisches Hilfswerk (THW) und Feuerwehr zahlreiche Straßen wegen Überflutung sperren. Stellenweise stand das Wasser bis zu einem halben Meter hoch. Einige Autos versanken in den Fluten, manche Besitzer konnten sich nur auf die Dächer retten. Eine Sturmböe wehte ein Baugerüst um. Die Trümmer beschädigten ein parkendes Auto. Auch in Zwickau hielt das Unwetter die Einsatzkräfte über Stunden auf Trab. In der Nähe von Torgau brannte nach einem Blitzeinschlag eine Scheune ab.

Heftig tobte das Unwetter auch in Frankfurt an der Oder. Dort stürzten zahlreiche Bäume um, auf manchen Straßen ging wegen umherfliegender Äste und strömenden Regens nichts mehr vorwärts. Durch Blitzeinschläge kam es zeitweise zu Stromausfällen, auch Oberleitungen der Straßenbahn wurden beschädigt. Mehrere Dächer wurden abgedeckt. Auf der Bahnstrecke Frankfurt-Berlin kam es zu Verspätungen, weil umherfliegende Bretter die Oberleitungen lahm gelegt hatten.

Auch im Raum Potsdam wurden zahlreiche Blitzeinschläge in Häuser und Scheunen registriert. Nach einem Blitzeinschlag in ein Wohnhaus in Klein Gaglow bei Cottbus musste die 69 Jahre alte Bewohnerin mit einem Schock in ein Pflegeheim gebracht werden.

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