Statt Linie individuell fliegen
Business Class ganz privat im kleinen Jet

Statt Zeit raubender Linienflüge lieber schnell und flexibel mit dem Business-Jet zum Ziel: Immer mehr Geschäftsreisende entdecken diese Alternative für sich. Jet-Vercharterer gründen bereits eigene Airlines, um den Markt besser abzudecken. Und sogar die Lufthansa hat den schnell wachsenden Markt für sich entdeckt.

DÜSSELDORF. Die Lufthansa legt sich eine eigene Flotte kleiner Flugzeuge zu, um ihre besten Kunden individuell bedienen zu können.Bis zum Sommer will die Kranich-Airline über neun Privatjets für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen in Europa und der Russischen Föderation verfügen. Im März wurde das erste Flugzeug ausgeliefert, eine Cessna Citation CJ 3. Weitere acht Maschinen vom Typ Cessna und Bombardier sollen folgen. Damit, so ein LH-Sprecher, „sind wir der einzige Liniencarrier weltweit mit einem eigenen Premiumprodukt“.

Ihre bisherige Partnerschaft mit Net-Jets hat die Lufthansa Ende 2007 beendet. Gemeinsam mit dem weltgrößten Betreiber von Privatjets hatte der Liniencarrier seit März 2005 neudeutsch so genannte Executive Flights für den Zeit getriebenen Reisenden angeboten. Ursprüngliches Ziel war es, den Umsteigeverkehr innerhalb Europas zu vereinfachen.

Dem Business- oder First-Class-Passagier wurde die Möglichkeit geboten, mit einem Privatjet in Pegnitz, Paderborn oder Pfaffenhausen abgeholt, zu einem der Lufthansa- bzw.. Swiss-Drehkreuze gebracht. Dort konnte er dann in den Flieger in die USA, nach Asien oder Afrika umsteigen. Passkontrolle, Sicherheitsüberprüfung und Zollabfertigung – eine Sache von Minuten ohne lästige Warteschlangen.

Nach sehr kurzer Zeit lief das Geschäft so gut, dass Lufthansa-Kunden über eine spezielle Hotline auch Punkt-zu-Punkt-Flüge buchen konnten. Heute ist die Nachfrage nach Zeitsouveränität und -Flexibilität bei den Geschäftsreisenden derart gestiegen – allein 2007 um 26 Prozent –, dass die Lufthansa eigenes Gerät für diesen Markt beschafft. Ziel ist es, „das eigene Produkt im Premiumbereich noch exklusiver, flexibler und schneller anbieten zu können“, beschreibt der Sprecher. Gemeint sind persönlicher Rund-um-die-Uhr-Service ebenso inklusive wie maßgeschneidertes Catering und Unterhaltung an Bord.

Unter den Linienfluggesellschaften ist die Lufthansa damit Vorreiter. Im Markt der Geschäftsreiseflieger stellen auch Vermittler wie Air Partner, DC Aviation oder Pro Air steigende Ansprüche der Klientel fest. „Dass man Geld und Zeit sparen kann, haben die Unternehmen begriffen“, beobachtet Birte Püschel-Kipke, Geschäftsführerin der Air Partner GmbH. Gefragt ist neben dem individuellen Fliegen vor allem auch maßgeschneiderter Service.

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