Steigende Umsätze
Die Modernisierung des Standortes am Main gehört zum Masterplan

Weltweite Leitmessen für Konsumgüter, Textil, Automobiltechnik, Architektur und Technik haben ihren Sitz in Frankfurt. Die Messe Frankfurt GmbH erobert die Welt - und intensiviert die Heimatbindung.

FRANKFURT. Jährlich steigende Umsätze und Besucherzahlen - es sind vor allem drei Faktoren, die die Messe Frankfurt GmbH so erfolgreich machen: die verkehrsgünstige Lage im Herzen Europas, die Konzentration auf die Entwicklung marktführender Veranstaltungen und ein aktives Management, das seine Globalisierungsstrategie konsequent vorantreibt.

So haben weltweite Leitmessen für Konsumgüter, Textil, Automobiltechnik, Architektur und Technik ihren Sitz in Frankfurt, gleichzeitig wurden erfolgreiche Marken wie "Ambiente", "Heimtextil", "Automechanika" oder "Light + Building" in 34 Messeplätze der Welt exportiert.

Ein wichtiger Schwerpunkt der internationalen Strategie bleibt Asien. Vor allem der Standort China, wo man 2006 mit 15 Messen zu den erfolgreichsten ausländischen Veranstaltern zählt, soll weiter ausgebaut werden. Um im asiatischen Markt bestehen zu können, wurden die Aktivitäten der Tochterunternehmen in China, Japan, Korea und Indien 2004 unter dem Dach der Messe Frankfurt Asia Holding Ltd. mit Sitz in Hongkong gebündelt.

Stolz ist man auf einen selbst im europäischen Vergleich hohen Internationalitätsgrad, der sich konsequent auch für Frankfurt ergibt. Bei den 42 Eigenveranstaltungen am Main kamen im letzten Geschäftsjahr 67 Prozent aller ausstellenden Unternehmen und 33 Prozent der Besucher aus dem Ausland. "In der Tat sind die meisten unserer großen Messen für Frankfurter Bürger schwer zugänglich", antwortet Michael von Zitzewitz, Vorsitzender der Geschäftsführung, auf die Frage nach dem Verhältnis der Messe GmbH zum Heimatstandort, "wir wollen aber tatsächlich mehr in die Stadt gehen." Als Beispiele nennt er die Mitgliedschaft im CityForum ProFrankfurt, das die Mainmetropole mit Events und Marketingaktivitäten noch attraktiver machen will, und gezieltes Engagement: "Mit exklusiv dekorierten Schaufenstern in der Frankfurter City hat die Messe 'Ambiente' im Februar 2006 auf die top-aktuellen Neuheiten aufmerksam gemacht. Seit vergangenem Jahr sind wir Titelsponsor des Messe Frankfurt Marathons." Und: "Das Lichtspektakel 'Luminale' während der 'Light + Building' und die Kunstmesse 'Fine Art Fair Frankfurt' sind - neben IAA und Buchmesse - weitere Publikumsveranstaltungen, die große Aufmerksamkeit auf sich ziehen."

Zukunftschancen sieht von Zitzewitz in "der neu geschaffenen Konzernstruktur" und einer neuen Offenheit für Partnerschaften: "Ziel ist, durch Kooperationen unsere internationale Markt- und Wettbewerbssitutation zu stärken." Spekulationen über eine Privatisierung der Messe GmbH erteilt er dabei weitgehend eine Absage: "Unsere Gesellschafter - die Stadt Frankfurt und das Land Hessen - unterstützen dieses Ziel, unter der Voraussetzung, dass sie die Mehrheit behalten."

Auch die Modernisierung des Heimatstandorts gehört zum Masterplan. So werden für die Erschließung der Verkehrswege rund 30 Millionen Euro aufgewendet, daneben ist der Abriss alter und der Bau neuer Hallen geplant - alles in Eigenfinanzierung. Das ist nach Ansicht eines Branchenexperten "auch dringend nötig", da die Technik auf dem Gelände "ziemlich veraltet" sei.

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