Stiftung Warentest: Kochen mit Knall-Effekt

Stiftung Warentest
Kochen mit Knall-Effekt

Im Internet-Zeitalter kann jeder ein Spitzenkoch werden. Wer mit originellen Gerichten bei Freunden und Kollegen punkten möchte, sollte aber Zeit und Kochlust mitbringen. Und den Rezepten eines Physik-Professors trauen.
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DüsseldorfHier ein Schäumchen, da ein Happs Geliertes. Wer sich den Stiftung-Warentest-Ratgeber „Kochen für Angeber“ nach Hause holt, muss sich darüber im Klaren sein: Dieses Buch ist definitiv nichts für die Currywurst-Fraktion.

Und auch nichts für Hobbyköche, bei denen ein Gericht schnell und einfach funktionieren muss, und nichts für Kinder. Wenn Sie dagegen süchtig sind nach einem Ausruf á la „Wow, wie hast du das bloß hingekriegt?“, dann können, dürfen und müssen Sie sogar einen Blick riskieren.

Im Zeitalter des Internets bleiben auch die Kreationen von Spitzenköchen nicht lange geheim. Kaum einer von ihnen verzichtet heute darauf, seine Rezepte im Netz, als Buch oder gar in einer eigenen Fernsehshow zu veröffentlichen.

Einer, der erfolgreichen Kochmützen ideentechnisch auf die Sprünge hilft, ist Thomas Vilgis. Der Professor für Theoretische Physik an der Uni Mainz kennt sich aus mit Sphären, rehydriertem Obst und der Molekularküche. Seine Erkenntnis: „Auch kulinarische Zauberer kochen nur mit Wasser.“ Hätten Sie´s gewusst?

Ganz so einfach ist es aber doch nicht, wie das Studium der 52 Rezeptideen zeigt, die Vilgis in seinem Stiftung-Warentest-Ratgeber präsentiert. Wer die ausprobieren möchte, muss schon etwas Geduld, Zeit und auch Geld mitbringen. Denn, Erkenntnis Nummer zwei: Die Übung macht den Meister.

Nur wenige Gerichte bleiben unter dem Aufwandsfaktor von drei (das Höchste ist fünf). Was das in die Einheit Stunde umgerechnet bedeutet, bleibt leider ein Geheimnis des Autors. Wahrscheinlich entspricht diese Umrechnung aber einer Exponentialfunktion, bei der die Variablen Erfahrung und Fingerfertigkeit des Kochs die entscheidende Rolle spielen.

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