Stuftung Warentest
Die Tricks der Billigflieger

Ans Mittelmeer für 21,99 Euro, 20 Ziele ab 20 Euro oder eine Million Flüge zu fünf Euro: In der Werbung locken die Billigflieger weiter mit spektakulären Schnäppchen. Doch versteckt gibt es oft Falltüren, weswegen sich immer mehr Verbraucher über den doch nicht mehr so niedrigen Flugpreis ärgern. Die Stiftung Warentest hat geprüft, bei welchem Anbieter man wo aufpassen muss.

HB BERLIN. Doch nach Jahren des Booms steuern jetzt auch die erfolgsverwöhnten Senkrechtstarter in eine Flaute. Billigeres Kerosin bringt zwar Entlastung. Wegen der Wirtschaftskrise rechnen Flughäfen und Airlines für 2009 jedoch mit einem schrumpfenden Markt in Deutschland, was den Kampf um sparsame Reisende verschärft. Neben den reinen Tickettarifen suchen die selbst ernannten Preisbrecher denn auch nach weiteren Einnahmequellen - für Kunden teils zu undurchsichtig, wie Verbraucherschützer monieren.

"Günstiges Fliegen ist nach wie vor möglich, einige Anbieter tricksen jedoch immer noch bei der Preisangabe", konstatierte die Stiftung Warentest nach einer Untersuchung bei zehn Fluggesellschaften. Beim Buchen im Internet seien kostenpflichtige Zusatzangebote etwa für Versicherungen oder bevorzugtes Einsteigen in die Maschine weiterhin oft voreingestellt - wer sich das Geld sparen will, muss erst ein Häkchen entfernen.

Dadurch locke ein günstiger Preis, der beim Buchen oft noch in die Höhe schnelle. Quittung der Tester: die Tiefstnote "mangelhaft" bei der Preistransparenz für die Marktführer Ryanair und Easyjet sowie Germanwings und Condor.

Dabei gilt bereits seit November eine Verordnung der Europäischen Union, die für die Online-Portale Klarheit mit Endpreisen inklusive Steuern und Abgaben verlangt. Die EU-Kommission hat den Airlines aber noch eine Schonfrist eingeräumt und will frühestens von Mai an rechtlich gegen irreführende Preisangaben einschreiten. Die Verbraucherzentralen verschickten indes schon Abmahnungen - mit erstem Erfolg, wie ihr Bundesverband zu Jahresbeginn mitteilte: Tuifly habe die Internetseiten inzwischen geändert, Condor nach eigenen Angaben ebenfalls, Easyjet wolle bis März folgen.

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