Sudan
Passagierflugzeug nach Landung explodiert

Ein Flugzeug mit 217 Passagieren an Bord ist am Dienstagabend nach der Landung in der sudanesischen Hauptstadt Khartum in Flammen aufgegangen. Behörden und Medien gehen von Dutzenden Opfern aus.

HB KHARTUM. Ein Passagierflugzeug mit 217 Menschen an Bord ist nach der Landung in der sudanesischen Hauptstadt Khartum am Dienstag in Flammen aufgegangen. Lokalen Medienberichten zufolge kamen dabei vermutlich Dutzende Menschen ums Leben. Das staatliche Fernsehen meldete, an Bord des Airbus der Fluggesellschaft Sudan Airways seien 203 Reisende und 14 Besatzungsmitglieder gewesen. Über die Hälfte der Passagiere sei den Flammen entkommen. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten in Khartum wegen eines Sandsturms schlechte Sichtverhältnisse.

„Das Flugzeug kam aus (dem jordanischen) Amman und Syrien ... es landete sicher auf den Flughafen Khartum, und sie haben mit dem Tower gesprochen, der ihnen gesagt hat, wo sie die Maschine parken sollen“, sagte Airport-Chef Jusuf Ibrahim dem sudanesischen Fernsehen. Dann habe es eine Explosion gegeben. Man wisse noch nicht, ob es sich um einen technischen Fehler gehandelt habe. Viele Passagiere seien gerettet worden. Im Polizeikrankenhaus von Khartum sagte ein Besatzungsmitglied dem sudanesischen Fernsehen, das Personal habe es geschafft, viele der Insassen aus der Maschine herauszubekommen.

Ein Passagier sagte dem Sender, der Kapitän habe kurz vor der Landung in Khartum erklärt, er könne wegen des schlechten Wetters nicht landen. Das Flugzeug sei dann zur Hafenstadt Port Sudan geflogen und dort eine Stunde lang gekreist, ehe die Maschine nach Khartum zurückgekehrt sei. Bei dem Versuch zu landen sei es dann zu dem Unglück gekommen. Ein anderer Passagier sagte, es habe zwei bis drei Minuten nach der Landung eine Explosion im rechten Flügel des Flugzeugs gegeben. Auf Fernsehbildern war das brennende Flugzeug in der Dunkelheit zu sehen. Die Flammen schienen das Cockpit und den Rumpf der Maschine zu verzehren. Helfer versuchten, das Feuer zu löschen. Rettungswagen trafen auf der Landebahn ein. An den Seiten der Maschine waren Notrutschen zu erkennen.

Vor fünf Jahren war eine Boeing 737 von Sudan Airways kurz nach dem Abheben bei Port Sudan abgestürzt. Damals starben 104 Passagiere und elf Besatzungsmitglieder.

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