Summer in the City : Die besten Sommer-Events in New York

Summer in the City
Die besten Sommer-Events in New York

Unter der Sommersonne New Yorks bevölkern Einwohner und Touristen die Parks und Dachterrassen der Stadt. Von Open-Air Kino vor der Skyline von Manhattan bis Kanufahren auf den Hudson River wird Touristen einiges geboten.
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New YorkNew York liegt auf dem selben Breitengrad wie Rom. Sobald sich die Sommerwärme in den Straßenschluchten staut, entfliehen die New Yorker ihren winzigen Appartements. Da die wenigsten einen Balkon oder gar Garten haben, verbringen sie ihren Sommer am Liebsten im Park oder am Wasser. Das meiste ist direkt vor der Wohnungstür, vieles sogar kostenlos.

Was von der Brooklyn Bridge für die Fußgänger aussieht, wie eine Eisenbahnlandschaft, ist der neuste Park der Stadt: der Brooklyn Bridge Park liegt gegenüber vom Financial District am Ufer des East River. Von Mai an gibt es hier ein Sommer-Programm – und zwar gratis. Von Pilates über Kanufahren bis hin zu Lesungen und Freiluftkino.

Auch wenn es zahlreiche Freiluftkinos in der Stadt gibt, ist es ein Filmvergnügen mit besonderem Flair. Gezeigt werden zeitgenössische, aber auch alte Filme. Das Beste: die Leinwand ist direkt am Wasser und dahinter erhebt sich die Skyline von Manhattan. Los geht es um 18 Uhr mit Musik. Der Film startet, wenn es dunkel wird. Decke, Getränke und Picknick bringt man sich am Besten selber mit, um das atemberaubende Ambiente zu genießen.

Wer nicht nach Brooklyn möchte, kann auf das Freiluftkino im Bryant Park ausweichen. Die Filme starten nach Sonnenuntergang. Besonders feine Herrschaften, lassen sich ihr Picknick von einem Butler bringen. Das Andaz 5th Avenue Hotel hat einen saisonalen Picknick Service. Um jedem Geschmack und Geldbeutel gerecht zu werden, reichen die Picknickkörbe von  35 bis 75 Dollar pro Person. Für den Service des Andaz Picknick Butlers muss man aber noch ein bisschen drauflegen, der kostet nämlich 300 Dollar. 

Die hippere Version des Freiluftkinos sind die Rooftopfilms. Hier treffen sich die New Yorker Cineasten auf Dächern von alten Fabrikgebäuden. Gezeigt werden überwiegend Dokumentarfilme. Die Veranstaltungsorte variieren (entweder in Brooklyn oder Manhattan), doch spektakulär sind sie immer. Das ganze gibt es für 12 Dollar Eintritt.

Ein anderes besonderes Erlebnis unter New Yorks Sternenhimmel sind die zahlreichen kostenlosen Sommerkonzerte. Im Central Park gibt es nicht nur klassische Konzerte und Opern – veranstaltet von der Metropolitan Opera in the Parks, sondern auch Popmusik.

Hochzeiten, Karneval und Meerjungfrauen

Touristen, die den Jetlag noch nicht überwunden haben oder einfach gerne früh aufstehen,  sollten unbedingt zum Rockefeller Center gehen (zwischen 49th und 50th Street / in der Nähe der 5th Avenue). Hier gibt es von Juni bis August vormittags kurze Auftritte von Stars und Sternchen. Veranstaltet  wird das Spektakel von der TV-Sendung „Good Morning America“. In diesem Jahr sind es unter anderem Teenie-Idol Justin Bieber (15. Juni 2012) und Maroon 5 (29. Juni 2012), die auftreten werden. Das Beste: Die Veranstaltung ist gratis. Man muss nur morgens früh genug da sein, um noch einen Platz zu ergattern. Viele New Yorker kommen direkt morgens um sechs Uhr und stehen Schlange.

Wem das zu früh ist: Im Rahmen der Central Park Summerstage ist auch in diesem Sommer wieder ein tolles Programm geplant. Unter anderem ein Auftritt von Bobby Womack.

Für Theater-Liebhaber sind die Shakespeare-Aufführungen im Amphitheater des Central Park etwas. „Shakespeare in the Park“ ist ein absoluter Kult in der New Yorker Theaterszene. Auch hier sind die Karten kostenlos. Der Nachteil ist, man muss sich ungefähr drei bis vier Stunden vor Ausgabe der Tickets in die Schlange anstellen, um eine Karte zu bekommen.

Ein Erlebnis der anderen Art ist das Rock- und Elektro-Musikfestival Catalpa vom 28. bis 29. Juli 2012 auf Randall’s Island. Über die Robert F. Kennedy Memorial Bridge ist die Insel im East River vor New Nork für Fußgänger und Autos zu erreichen. An manchen Wochenenden fährt auch eine Fähre. Die Tickets für das Festival kosten zwar circa 100 Dollar. Dafür bekommt man auch einiges geboten. Neben diversen Konzerten zum Beispiel eine sogenannte Silent Disco, bei der jeder drahtlose Kopfhörer trägt und zwischen zwei verschiedenen Musikarten wählen kann. Dadurch tanzt einer zum Beispiel zu Elektromusik, der andere zu Swing. Das sieht zwar merkwürdig aus, verbreitet aber gute Laune.

Für Verliebte, die sich zu einem spontanen Heiratsantrag hinreißen lassen, ist auf dem Festival auch gesorgt. Es gibt die „Frisky-Church“ - eine aufblasbare Kirche, die aussieht wie eine Hüpfburg für Kinder. Hier können plötzliche Hochzeitspläne direkt in die Tat umgesetzt werden. Alles was man zur Eheschließung braucht - Pfarrer, Schleier, Eheringe - gibt es an Ort und Stelle, damit dem schnellen Ja-Wort nichts mehr im Wege steht.

Normalerweise ist der Großteil der Insel ein öffentlicher Park. Die Randall's Island Sports Foundation errichtete etliche Sporteinrichtungen, darunter einen Golfplatz, Tennisplätze sowie Fußball-, Basketball- und Baseballfelder, die einen Besuch wert sind, auch ohne Festival.

Massen-Yoga auf dem Time Square

An Erholung denken die wenigsten New York-Besucher. Dabei gibt es vor New Yorks Haustüre Meer und Strand. Es sind vor allem die Einheimischen, die hier der heißen Stadtluft entfliehen. Den Strandbesuch kann man zum Beispiel mit einem Ausflug nach Coney Island in Brooklyn verbinden. Am 23. Juni 2012 ist die legendäre Mermaid Parade. Eine schillernde Karnevalsparade, bei dem die New Yorker die Geschichte und Mythologie von Coney Island feiern und sich als Meeresbewohner verkleiden. Meerjungfrau und König Neptun dürfen natürlich nicht fehlen.

Ein urbanes Stranderlebnis bietet der Beekman Beergarden Beach Club am East River in Manhattan. Schräg unter der Brooklyn Bridge befindet sich eine kleine Oase mit einladenden weißen Sofas, herrlichem Blick und entspannter Atmosphäre. Zu Essen gibt es deutsche Bratwurst und Kartoffelsalat, aber auch Pommes und Burger.

Erholung ohne Strand, dafür aber mitten in der Innenstadt, findet man bei einen der vielen gratis Sport Events. Eines der ereignisreichsten ist das Massen-Yoga auf dem Time Square.

Zum Sommerbeginn am 20. Juni 2012 werden die Yogamatten auf dem Time Square ausgerollt. Seit 2003 gibt es das Event und mittlerweile treffen sich mehrere Tausend Yogis zwischen den blinkenden Hochhäusern und Leuchttafeln, um zu entspannen. Mehrmals am Tag halten bekannte New Yorker Yoga-Lehrer ihre Kurse kostenlos unter freiem Himmel ab.

Wer sich nach heißen Tagen in der Metropole nach Sprung ins kühle Nass sehnt muss wissen: Freibäder wie in Deutschland gibt es nicht. Es gibt zwar Pools in manchen Parks, die sind oftmals auch gratis, deswegen aber auch überfüllt und wenig einladend. Wer in den legendären Pool hüpfen möchte, wo sich einst Sex and the City Star Carrie Bradshaw mit ihren Freundinnen eine Abkühlung verschaffte, muss ins Soho House. Da braucht man aber entweder eine Mitgliedschaft für 900 – 2400 Dollar im Jahr oder eben die richtigen Freunde, die einen mitnehmen.

Eine Alternative sind die Rooftop-Pools der Hotels, oftmals aber nicht unbedingt günstig. Um die Ecke vom Soho House ist der Pool auf dem Dach des 14-stöckigen exklusiven Gansevoort Hotels. Die Tageskarte (inkl. einem Drink und einer halbstündigen Massage) kostet 275 Dollar pro Person. Das Angebot gilt im übrigen nur von Montag bis Donnerstag.

Oder man macht es wie die New Yorker, steigt in die U-Bahn und springt am Strand der Rockaways in den Atlantik.

Annika Reinert
Susanne Koch
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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