Sylt
Kürzel für den Kurzurlaub

Schon das Kürzel GWT für den Zielflughafen ist eine Chiffre, die bei Insidern für Entzückung sorgt. Denn der Airport-Code steht für Westerland auf Sylt. Dort lässt es sich mal eben schnell hinfliegen – und Neues entdecken.

Warteschleifen in der Luft entfallen. Am Boden geht es schnell. Kein Andocken am Flugsteig, kein Bus, keine kilometerlangen Laufbänder, Tunnel und Transitschalter. Hier steigt der Reisende die Treppe vom Flugzeug hinab, macht ein paar Schritte über das Vorfeld zum winzigen Empfangsgebäude. Zehn Schritte weiter warten Bus und Taxi. In fünf oder zehn Minuten ist der Reisende am Ziel, und der Kurzurlaub kann beginnen. So ließe sich das GWT denn auch als des „Gestressten Wunsch-Traum“ deuten.

Selbst wer schon Stammgast auf der Insel ist, kann dabei immer wieder Neues entdecken. Etwa den neu gestalteten und vor kurzem eröffneten Platz des Marine-Golf-Clubs gleich neben der Landebahn. Hier wurde eine vorzügliche 6 300 Meter lange 18-Loch-Anlage geschaffen. Da nur ein paar Drives weiter der Platz vom Golf-Club Sylt liegt und in Morsum zudem eine Neuner-Anlage, hat der Golfer schon jetzt eine große Auswahl. Geplant ist in Hörnum eine weitere Anlage mit 18 Löchern. Vier Plätze auf der schmalen Insel halten Kritiker zwar allmählich für übertrieben, die Fans der Seeluft und des Spiels mit dem kleinen Ball aber für angemessen.

Schließlich ist die Bewegung auf dem Platz ja auch gesundheitsfördernder als das Hocken in den etwas in die Jahre gekommenen Etablissements an Kampens „Strönwai“, der sich in der Schickeria den Namen „Whiskyway“ erworben hat. Schon Gunther Sachs, einst eine Playboy-Ikone der Kampener Jetset-Society, seufzte melancholisch: „Wie die Wellen der Dünen vergehen die Glanzzeiten mondäner Orte.“

Macht nichts: Das Wohnen hier hat seinen Reiz behalten. Und wer genau hinschaut, erlebt immer wieder Überraschungen. So hat etwa eine kleine, leer stehende Bauernkate an der Wuldeschlucht noch vor einem Jahr bei so manchem Insel-Wanderer Träume geweckt: ein bisschen die Fenster gestrichen, das schadhafte Reetdach erneuert – dann hätte man sein kleines Paradies unter dem großen friesischen Himmel.

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