Tag 1 nach der Terrorwarnung
Luftverkehr kommt wieder in Gang

Nach den vereitelten Anschlägen auf Flugzeuge hat sich der Luftverkehr nach und innerhalb Großbritanniens weitgehend normalisiert. Allerdings wurden Fluggäste gebeten, viel Zeit für die verschärften Sicherheitskontrollen vor Antritt des Fluges einzuplanen.

HB LONDON/FRANKFURT. Die führenden deutschen Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin nahmen ihre Flüge nach London und zu anderen Zielen in Großbritannien am Freitag wieder planmäßig auf.“Die Lage normalisiert sich“, sagte ein Sprecher der Lufthansa. Derzeit gebe es keine Verspätungen und Flugstreichungen. Es sei aber noch nicht komplett auszuschließen, dass erneut einzelne Flüge abgesagt werden müssten. Auch British Airways, deren Maschinen am Vortag weitgehend am Boden geblieben waren, fliegt wieder.

Die Maschinen von Air Berlin landeten in London und anderen britischen Städten wieder fast nach Plan. „Die Lage hat sich sehr entspannt“, sagte eine Firmensprecherin. Allerdings strich das Unternehmen drei innerbritische Flüge. „Wegen der erhöten Sicherheitsvorkehrungen hätten Umsteigepassagiere aus Deutschland in London-Stansted den Transitbereich verlassen und sich wieder der gesamten Sicherheitskontrolle unterziehen müssen. Das ist in der vorgesehenen Umsteigezeit nicht zu schaffen“, sagte die Sprecherin. Air Berlin bietet von Stansted aus Flüge nach Manchester, Glasgow und Belfast an. Die Passagiere werden stattdessen mit Bussen befördert.

Da die Sicherheitsvorkehrungen auch im US-Flugverkehr verschärft wurdne, kamen die beiden Direktflüge aus den Vereinigten Staaten nach Berlin am Freitag verspätet an. Entsprechend verzögere sich der Rückflug in die USA, hieß es von Seiten der deutschen Behördne. Für Flüge in die USA sowie nach Großbritannien gilt seit Donnerstag ein Verbot von Flüssigkeiten und Gels an Bord, egal, wie klein die Packungen sind. Darunter fallen Getränke, Shampoos, Sonnenmilch, Cremes, Zahnpasta, Haargel und vergleichbare Flüssigkeiten.

Erlaubt sind Babynahrung, -milch oder -säfte, sofern das Baby oder Kleinkind mitreist. Dringend benötigte Medikamente sind ebenfalls erlaubt, wenn der Name auf dem Medikament oder dem Rezept mit dem auf dem Ticket übereinstimmt.

Die Fluggesellschaften baten ihre Passagiere, auch in den kommenden Tagen früher als sonst zum Flughafen zu kommen. Vor allem bei den Personen- und Gepäckkontrollen sei mit längeren Wartezeiten als sonst zu rechnen. Es werde insgesamt intensiver untersucht, sagte ein Sprecher des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport. Das Hauptaugenmerk liege aber auf Flügen nach London und in die USA.





» Punkt für Punkt: Die neuen Sicherheitsregeln im britischen Luftverkehr





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