Tagungsgeschäft
Meetings mit Blick aufs Rollfeld

Direkt am Gate zusammen zu kommen, hat häufig viele Vorteile für Konferenzen: gute Erreichbarkeit, kurze Wege, ausreichend Parkplätze, moderne, gut ausgestattete Räume – und erhebliche Einsparungen an Zeit und Geld. Airports und Hotels bauen das Angebot immer weiter aus.

DÜSSELDORF. Für Headhunter waren Flughäfen schon immer allererste Wahl: Nirgendwo sonst lässt sich das Kennenlerngespräch mit einem Jobkandidaten schneller und diskreter erledigen als in der Suite oder im Besprechungsraum eines Airporthotels. Statt nach der Ankunft erst noch stundenlang in die City fahren zu müssen, sitzt der Auserwählte bereits fünf Minuten nach der Landung am Besprechungstisch – und nach Abschluss des Gesprächs genauso schnell wieder im Flieger. Zeitsparend, unauffällig, effektiv.

Doch in den letzten Jahren entdeckten auch Unternehmen und Geschäftsreisende anderer Branchen den Flughafen als zeit- und kostensparende Alternative zum Meeting in einem Stadthotel. „Vor allem kleinere Tagungen mit zwei bis sieben Personen treffen sich am Airport, tagen für einige Stunden und fliegen wieder raus“, beobachtet die Sprecherin des Steigenberger Hotels am Frankfurter Flughafen.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Insbesondere internationale Airports sind zentral angebunden und daher für Reisende aus ganz Europa optimal zu erreichen. Mit dem Flugzeug ebenso wie mit dem Auto und nicht selten auch mit der Bahn. Dadurch entfallen nicht nur die leidige Parkplatzsuche, das Geld für die Fahrt mit dem Taxi und auch die Hotelübernachtung. Überdies sitzt der Manager am nächsten Morgen wieder ausgeschlafen an seinem Schreibtisch oder jettet weiter zum nächsten internationalen Termin.

Das Angebot wächst ständig und europaweit. Auf dem Zürcher Flughafen etwa steht ein neues Radisson SAS mit 329 Zimmern sowie 20 Meetingräumen vor der Fertiggstellung. Accor hat derweil vor allem den britischen Markt in Visier: Seit Oktober 2005 leuchtet der Sofitel-Stern am Flughafen Gatwick, und ab Sommer warten auch am neuen Terminal 5 des Flughafens Heathrow 600 Zimmer und 41 Konferenzräume aus dem Luxusportfolio der französischen Kette auf erste Gäste. In Barcelona treffen sich Geschäftsreisende seit Ende 2006 in den Meetingräumen des neuen Renaissance Hotels am Airport; und während die Bauarbeiten für das Marriott Hotel am Airport Gatwick noch auf Hochtouren laufen, schreibt der Meetingmanager im Courtyard by Marriott am Terminal Nord 2 in Prag schon seit April 2007 schwarze Zahlen. Ähnlich die Entwicklung in Deutschland: Wer seinen Geschäftsabschluss, sein Meeting oder Vorstellungsgespräch in Hamburg-Fuhlsbüttel über die Bühne bringen will, kann dies ab 2009 im neuen SAS Radisson Hamburg Flughafen. Am Frankfurter Flughafen werden die Hilton Hotels ab 2009 mit gleich zwei neuen Häusern an den Start gehen.

Und auch Mövenpick hat – obwohl bereits seit Jahren am Flughafen Stuttgart präsent – im letzten Oktober noch ein zweites Airport Hotel Stuttgart mit eigenem Konferenzzentrum eröffnet. In Düsseldorf setzt das Maritim Airport seit Dezember mit Kongresskapazitäten für bis zu 5 000 Personen neue Maßstäbe für Nordrhein-Westfalen.

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