Tarifstreit
Bahn-Warnstreiks treffen mehrere Städte

Im Tarifstreit bei der Bahn haben die Gewerkschaften Transnet und GDBA Warnstreiks am Donnerstag in mehreren Städten angekündigt. Allein in Nordrhein-Westfalen sind zwei Großbahnhöfe betroffen.

HB FRANKFURT/MAIN. Betroffen sein werden ab 4.30 Uhr am frühen Morgen bis in den späten Vormittag hinein unter anderem Köln, Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Magdeburg, Nürnberg und München, wie die Gewerkschaften erklärten. Es müsse mit spürbaren Auswirkungen auf den Zugverkehr gerechnet werden.

"Wir gehen davon aus, dass sich mehrere Hundert Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Beschäftigtengruppen an den Warnstreiks beteiligen", kündigten GDBA-Vize Heinz Fuhrmann und die stellvertretende Transnet-Vorsitzende Regina Rusch-Ziemba und an. Mit Rücksicht auf die Bahnkunden solle der Schienenverkehr aber nicht vollständig lahmgelegt werden. Es gehe zunächst um ein "Warnsignal an die Arbeitgeberseite". Es sei möglicherweise vonnöten, "steigerungsfähig" zu sein.

Anlass für die Aktionen sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen über die Arbeitszeit. Die Gewerkschaften kritisierten, die Arbeitgeberseite habe bislang keine akzeptablen Angebote für Verbesserungen in diesem Bereich vorgelegt. GDBA und Transnet wollen vor allem eine bessere Einsatzplanung erreichen. Zudem soll es nach dem Willen beider Gewerkschaften künftig mindestens zwölf freie Wochenenden pro Jahr und bessere Nachtdienstregelungen für rund 130 000 Beschäftigte geben. Außerdem verlangen sie zehn Prozent mehr Geld. Die Bahn hat bisher jeweils ein Prozent höhere Einkommen für 2009 und 2010 sowie Einmalzahlungen angeboten.

Von Freitag bis Montag werde es voraussichtlich keine weiteren Warnstreiks geben, sagte Transnet-Chef Kirchner. Er gehe davon aus, dass der Arbeitgeber sich bewege und neue Vorschläge mache.

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