Temperatursturz Sturm und Hagel beenden Rekordhitze in Deutschland

Hitzerekorde, gnadenloser Sonnenschein, steigende Ozonwerte – ein solches Wochenende gab es seit Jahrzehnten in Deutschland nicht. Doch auf den Super-Sommer-Sonntag folgt ein jäher Temperatursturz.
Anna-Lena aus Nürnberg kühlt am Wochenende in Berlin im Regierungsviertel ihre Beine in einem Brunnen. Das Sommerhoch über Deutschland sorgte am Sonntag für Hitze und viel Sonne. Doch es kündigt sich ein Temperatursturz an. Quelle: dpa
Hochsommer in Berlin

Anna-Lena aus Nürnberg kühlt am Wochenende in Berlin im Regierungsviertel ihre Beine in einem Brunnen. Das Sommerhoch über Deutschland sorgte am Sonntag für Hitze und viel Sonne. Doch es kündigt sich ein Temperatursturz an.

(Foto: dpa)

OffenbachDas Hoch „Gerd“ hat Deutschland am Wochenende eine Hitzewelle beschert wie seit Jahrzehnten nicht in den letzten Augusttagen. „Das war schon sehr ungewöhnlich“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonntag in Offenbach. In Nordrhein-Westfalen gab es nach Angaben des DWD in Essen in den vergangenen 80 Jahren Ende August keine vergleichbare Periode von fünf heißen Tagen. Am Sonntag sollte sie laut Vorhersagen aber zu Ende gehen.

Mit 37,9 Grad war am Samstag in Saarbrücken-Burbach der der bislang heißeste Tag des Jahres in Deutschland gemessen worden. Damit wurde sogar der erst am Vortrag an gleicher Stelle gemessene Jahreshöchstwert noch einmal getoppt. Am Freitag war das Thermometer bereits auf 37,5 Grad gestiegen.

Düsseldorf ganz ausgeflippt
70 Jahre NRW
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Als verkleideter Künstler hat man es schwer unter der brennenden Sonne beim Düsseldorfer NRW-Fest. Aber auch Besucher und Künstler hatten mit dem Wetter zu kämpfen: Denn die Feier zum 70. Geburtstag von Nordrhein-Westfalen in der Landeshauptstadt Düsseldorf fiel auf eines der heißesten Wochenenden des Jahres.

Feuerwehr-Boote auf dem Rhein
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Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad zogen Scharen von Besuchern meist im Schatten von Bäumen und Info-Ständen durch die Partyzone von Düsseldorf. Die Rettungsdienste mussten immer wieder denen helfen, die zu lange in der Sonne geblieben waren.

Historische Kostüme auf dem Umzug
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Wer den schweißtreibenden Temperaturen trotzte, bekam das große Nordrhein-Westfalen als dreitägiges Riesenstraßenfest geboten - zum Anfassen, Zuhören und Mitmachen.

Ministerpräsidentin Kraft auf dem Umzug
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Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) posierte mit einem Teilnehmer mitten im Festumzug. Am Sonntag gewann sie der spätsommerlichen Hitze auch gute Seiten ab. „Es ist gut, dass es so trocken ist. Aber ein paar Grad kühler wären auch in Ordnung gewesen.“

Besucher im Amtszimmer von Hannelore Kraft (SPD)
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Bereits am Samstag präsentierte die Ministerpräsidentin einer Besuchergruppe in der Staatskanzlei ihr Amtszimmer.

Offene Türen im Landtag
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Im Landtag wurde getanzt, Minister ließen sich von Schülern interviewen. Rund um den Fernsehturm drehten sich historische Karussells, die „Kö“ wurde zur Schlemmermeile und am zentralen Burgplatz lautstark Musik gemacht.

Feierlaune in der Düsseldorfer Altstadt
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Rund eine Million Besucher wollten Land und Stadt Düsseldorf an den drei Tagen des NRW-Festes zum Feiern bringen.

In fast ganz Deutschland gab es Hitzewarnungen des Wetterdienstes. Lediglich die Küstenregion blieb davon ausgenommen. In Sachsen-Anhalt wurde die zweithöchste Waldbrandstufe erreicht. In Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg wurden die Ozon-Schwellenwerte mehrfach überschritten. Die Behörden rieten, anstrengende Tätigkeiten im Freien zu vermeiden.

Mit den Temperaturen hatten auch die Fußballer zum Auftakt der Bundesliga zu kämpfen. „Es war Wahnsinn in der Hitze“, sagte der Stürmer Bas Dost vom VfL Wolfsburg nach dem 2:0-Auswärtssieg seines Teams in Augsburg. „Die Temperaturen waren grenzwertig. Ich verstehe die DFL nicht, warum sie die Spiele nicht auf abends verlegt“, meinte Gonzalo Castro von Borussia Dortmund nach dem Spiel gegen Mainz 05.

Doch bereits für den Montag erwarteten die Wetterforscher einen Temperatursturz: Fast überall in Deutschland gehen mit Beginn der neuen Woche die Temperaturen schlagartig um acht bis zehn Grad zurück. Bereits für den Sonntag sagte der DWD für den Südosten kräftige Gewitter mit Hagel und schweren Sturmböen voraus.

Am Montag gibt es dann auch im Nordwesten und der Mitte Deutschlands vereinzelt kräftige Schauer. Die Temperaturen liegen nach Einschätzung der Meteorologen meist zwischen 20 und 25 Grad, in der Südhälfte etwas darüber.

  • dpa
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