Trinkgeld
Tipps für den Tip

Wer häufig unterwegs ist, mag die Flughäfen, Bahnhöfe und Hotels dieser Welt kennen, aber stilsicherer wird er dadurch nicht automatisch. Welchem Dienstleister – zum Beispiel im Hotel – wann wieviel Trinkgeld gegeben werden sollte, ist vor allem eine Frage des Stils.

Ihr Business Traveller schließt sich da ausdrücklich und selbstkritisch ein, besonders wenn es um das Thema „Trinkgelder“ geht. Mein ständiges Problem sind zum Beispiel Hotels und Führungen: Wann gebe ich wem unter welchen Umständen wie große Tips?

Für mich selbst habe ich zunächst einmal zwei persönliche Prozeduren beschlossen, unabhängig von den gängigen Trinkgeldgewohnheiten:

Erstens lasse ich die meisten Münzen, die im Laufe einer Reise beschwerlich Hosen- und Jackentaschen ausgebeult haben, bei Abreise auf dem Schreibtisch des Zimmers zurück. Dann können sich die Zimmermädchen oder die Damen vom „Housekeeping“ untereinander einig werden, wer wie viel bekommt.

Zweitens: Es passiert mitunter, dass sich zwischen dem Business Traveller und den wunderbaren Dienstleistern vor Ort herzliche Kontakte ergeben – mit Guides, mit Stadtführern, Reiseleitern etc. Man lädt sich gegenseitig ein, Freundschaften auf Zeit entwickeln sich. Gebe ich ihnen etwas, wie und wie viel? Oder ist es irgendwie ehrenrührig, einem Vertrauten einen Tip in die Hand zu drücken?Andererseits: Der Service war exzellent und wirklich hilfreich, und außerdem kann Geld sowieso jedermann gebrauchen.

In solchen Fällen biete ich kein ausgesprochenes Trinkgeld an, sondern mit einem aufrichtigen Dankeschön: „Hier ist etwas Geld für Ihre Kinder. Kaufen Sie Ihnen ein Eis, und bestellen Sie Ihnen einen schönen Gruß von mir!“ Meist ist der Bann damit gebrochen.

Ansonsten gilt, was ein Hotelier auf den Weg gibt: „Am Umgang mit dem Trinkgeld erkennt man die Gewandtheit eines Gastes.“ Knauserigkeit könne genauso peinlich wirken wie übertriebene Freigiebigkeit: „Wer mit Geld nur so um sich wirft, wirkt neureich“, sagt der Hotelier.

In den USA sind Trinkgelder in Höhe von 15 bis 20 Prozent des Gesamtpreises fast institutionalisiert, sie werden meist auf das gesamte Hotelpersonal umgelegt. Solche Dankeschön-Honorierung ist auch bei uns im Kommen. Üblicherweise sollte hier zu Lande das Zimmermädchen pro Aufenthaltswoche rund 15 Euro bekommen, am besten hinterlegt auf dem Waschtisch im Bad. Erfahrene Business Traveller deponieren das Geld bereits zu Beginn ihres Hotelaufenthalts – durch diese Geste können sie fast sicher sein, in den nächsten Tagen besonders gut umsorgt zu werden.

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