Überprüfung der Luftsicherheitsmaßnahmen
Flüssigkeiten dürfen womöglich bald wieder an Bord

Fluggäste sollen nach dem Willen des Europaparlaments in Zukunft wieder Flüssigkeiten und Getränke im Handgepäck mit an Bord nehmen können. Gleichzeitig sprachen sich die Volksvertreter am Mittwoch für eine strenge Kontrolle des Sicherheitspersonals an Bord aus.

HB STRASSBURG. Das Europaparlament verlangt eine Überprüfung der neuen Sicherheitsmaßnahmen für den Luftverkehr. Das Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck sollte „einer gründlichen Neubewertung der Sicherheitsrisiken“ unterzogen werden, forderte das Parlament in einer am Mittwoch in Straßburg verabschiedeten Stellungnahme. Der Einsatz bewaffneter Flugbegleiter an Bord müsse die Ausnahme bleiben. Zudem sollten die Kosten für diese Sicherheitsmaßnahmen nicht allein den Passagieren aufgebürdet werden.

„Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen dienen der allgemeinen Gefahrenabwehr. Das dürfen die Fluggäste nicht allein bezahlen“, argumentierte der verkehrspolitische Sprecher der Konservativen im Europaparlament, Georg Jarzembowski (CDU). Das Parlament forderte, die EU-Mitgliedstaaten müssten einen Teil der Kosten übernehmen. Außerdem sollten Kosten für die Sicherheit gesondert auf dem Ticket ausgewiesen oder dem Fluggast auf andere Weise mitgeteilt werden.

Zu der seit November gültigen Regelung, Flüssigkeiten nur noch in geringen Mengen im Handgepäck mitzunehmen, erklärte Jarzembowski: „Wir haben große Zweifel, ob diese Vorschriften einen wirklichen Sicherheitsgewinn bringen.“ Passagiere, die innerhalb der EU oder in einem sicheren Drittstaat umsteigen müssen, sollten zudem grundsätzlich nur einmal durch die Gepäckkontrolle müssen.

Ausgesprochen kritisch sieht das Parlament auch den Einsatz bewaffneter Flugbegleiter, so genannter Sky Marshals. Diese sollten nur bei Zustimmung des Abflug- und des Ankunftsstaats an Bord dürfen, erklärten die Abgeordneten.

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