Ungarns Hauptstadt setzt auf Kongresse
Budapester Hoteliers erwarten Wachstum

Ungarns Hotel-Branche setzt auf Europa: „Der EU-Beitritt birgt große Chancen“, sagt Adrian Gray, General Manager im Budapester Le Méridien. „Im Vergleich zu Prag ist Budapest immer noch recht unentdeckt.“ Vor allem bei Städte- und Geschäftsreisen erwartet Gray Wachstum.

DÜSSELDORF. Insbesondere die Billig-Airlines sollen neue Besucher nach Budapest bringen. Seit dem EU-Beitritt am 1. Mai hat die staatliche Malev ernsthaft Konkurrenz bekommen: Air Berlin etwa fliegt nun von Berlin, München, Hamburg und Düsseldorf aus nach Budapest, und seit dem 17. Juni fliegt auch Branchenriese Easyjet von Berlin nach Ungarn. Bereits seit dem vergangenen Jahr steuert Germanwings Budapest an. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Germanwings-Sprecher Hans-Joachim Schöttes: die Flüge seien zu 80 Prozent ausgelastet.

Deshalb bedeute 2004 „für die Hotellerie eine große Chance“, sagt Méridien-Chef Gray – und er will die Gunst der Stunde nutzen. Gray erwartet, die Preise für seine seine 218 Zimmer und Suiten um durchschnittlich 23 Prozent steigern zu können. Die durchschnittlich 140 Euro pro Zimmer sind immer noch relativ günstig. Noch tiefer sind die Preise bei einigen von Grays Budapester Konkurrenten: im Sofitel, Intercontinental und Marriott. Im Corinthia Grand Hotel Royal Hotel liegen die Durchschnittspreise gar bei nur 95 Euro.

Allein in den letzten zwei Jahren sind etwa ein Dutzend 4- und 5-Sterne-Hotels entstanden – im Juli 2003 verfügte Budapest über 33 000 Betten. Noch findet fast jedes Haus seine Klientel, ohne dem Wettbewerber wirklich weh zu tun. Die einzige echte Konkurrenz droht der bereits bestehenden Business-Hotellerie von Seiten des neuen Four Seasons Gresham Palace, das Anfang Juni mit 179 Zimmern vis à vis der Kettenbrücke eröffnet hat. In den Umbau des zur Jahrhundertwende gebauten Versicherungsgebäudes wurden rund 86 Mill. Euro investiert. Mit 320 Mitarbeitern will das Four Seasons seinen Markt nun sichern. Zweifelsohne wird es nicht lange dauern, bis die Art-Nouveau-Perle mit seiner pompösen Lobby eine Spitzenposition in der Liste der weltbesten Hotels einnimmt.

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