Unglück
Suche nach Air-France-Maschine hält an

Trotz einer groß angelegten Suchaktion fehlt von der auf dem Flug von Brasilien nach Frankreich verschollenen Passagiermaschine weiter jede Spur. Der Pilot eines Frachtflugzeugs will jedoch etwas beobachtet haben. Zudem wurden erste Details über die Opfer bekannt.

SAO PAULO/PARIS. Der Pilot der Frachtmaschine gab an, im mutmaßlichen Absturzgebiet möglicherweise brennende Wrackteile auf dem Meer gesehen zu haben. Dass jemand der 228 Menschen an Bord der Air-France-Maschine, darunter auch 26 Deutsche, noch am Leben ist, gilt mittlerweile als äußerst unwahrscheinlich. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy sagte, die USA seien gebeten worden, mit ihren Satelliten die Suche zu unterstützen. Es wäre das schwerste Flugzeugunglück seit dem Jahr 2001.

Unter den Passagieren waren offensichtlich viele Geschäftsreisende, die einen der wenigen Linien-Direktflüge von Rio nach Europa nutzten. Auch ein Top-Manager des deutschen ThyssenKrupp - Konzerns saß im Flugzeug. Das Vorstandsmitglied der Thyssen Steel AG und Aufsichtsrats-Vorsitzender des ThyssenKrupp-Joint-Ventures Companhia Siderúrgica do Atlântico (CSA), Erich W. Heine (41), wollte nach Medienangaben von Paris weiter nach Deutschland fliegen. "Herr Heine war auf den Flug gebucht. Das ist furchtbar. Aber es gibt noch keine endgültige Bestätigung", sagte ein Konzernsprecher. Nach Angaben des Südwestrundfunks (SWR) war auch eine fünfköpfige Familie aus dem Raum Stuttgart in der Maschine.

Unter den Fluggästen waren zudem sieben Kinder und ein Baby. Der Nachrichtensender i-télé berichtete, auch der Südamerika-Chef des Reifenherstellers Michelin und Angehörige der früheren brasilianischen Monarchenfamilie seien ums Leben gekommen.

Die brasilianische Fluggesellschaft TAM erklärte, einer ihrer Piloten, der mit einer Frachtmaschine von Paris nach Rio de Janeiro unterwegs war, habe mehrere orangene Punkte auf dem Meer gesehen, als er kurz nach dem mutmaßlichen Unglückszeitpunkt das Gebiet passierte, in dem die Maschine verschwunden war. Dabei könne es sich um brennende Überreste der verschollenen Maschine gehandelt haben. Die Stelle lag etwa 1300 Kilometer von der Insel Fernando de Noronha, die sich etwa 350 Kilometer vor der brasilianischen Küste befindet.

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