Unwetter
Sauerland und Mittelhessen melden „Land unter“

Schwere Gewitter und sintflutartige Regenfälle haben am Sonntagabend Teile von Nordrhein-Westfalen und Hessen überzogen. In Dillenburg in Hessen fielen bis Mitternacht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter, im nordrhein-westfälischen Meschede waren es 60 Liter.

HB MESCHEDE/DILLENBURG. In Dillenburg wurden die Intensivpatienten des Krankenhauses verlegt, Straßen standen bis zu einem halben Meter unter Wasser, Autos schwammen davon. Nach Angaben des Führungsstabes im Lahn-Dill-Kreis wurde die Klinik nur über Notstromaggregate mit Energie versorgt. „Es wird wohl mehrere Wochen dauern, bis unsere Klinik wieder ihren kompletten Betrieb aufnehmen kann“, sagte der Geschäftsführer des Krankenhauses.

Tausende Helfer kämpften noch am Montag gegen Wasser- und Schlammmassen. Im Industriegebiet der 25 000-Einwohner-Stadt stand das Wasser in einigen Betrieben bis zu 50 Zentimeter hoch. In Schulen fiel der Unterricht aus. „Die Höhe des Sachschadens ist nicht absehbar - es ist aber sicherlich keine Spekulation, wenn man von Millionen redet“, sagte ein Sprecher des Führungsstabes.

Chaotische Zustände herrschten am Sonntagabend auch in der Innenstadt von Meschede im Sauerland. Keller liefen voll, Schlamm und Geröll überfluteten Straßen. Nach Angaben der Feuerwehr gab es 135 Einsätze und über 300 Notrufe. Der Deutsche Wetterdienst in Essen verzeichnete auch in benachbarten Orten ähnliche Regenmengen.

In einigen Ortsteilen der 35 000-Einwohner-Stadt waren die Straßen unpassierbar. Auf dem Weg zum Einsatz seien ihm im Wasser schwimmende Mülltonnen entgegen gekommen, berichtete ein Feuerwehrmann. Mehr als 100 Keller hätten die Helfer leer gepumpt. Er selbst habe ein Unwetter mit solchen Überflutungen noch nie erlebt. Der Hochsauerlandkreis befürchtet Millionenschäden. „Wie hoch die Schäden genau sein werden, wird sich wohl nicht beziffern lassen“, sagte ein Sprecher des Kreises.

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