Unwetter
Schneestürme fegen über Europa hinweg

Dramatische Situation in Frankreich: Tausende Menschen mussten bei Schneesturm in ihren Autos ausharren. In der Schweiz sanken die Temperaturen teilweise auf fast minus 23 Grad, Rumänien fürchtet Hochwasser. Der Winter in Europa macht ernst. Auch in Deutschland demonstriert er bald seine eisige Macht.

HB DÜSSELDORF. Am Donnerstag muss nach Angaben der Meteorologen mit viel Neuschnee, Stürmen und dadurch bedingte Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Jörg Kachelmann, Chef des Wetterdienstes Meteomedia, erwartet einen „Schneesturm der gröberen Sorte“ mit bis zu 30 Zentimetern Neuschnee in Nordostdeutschland. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach rechnet vor allem an den Küsten mit starken Schneeverwehungen und warnt vor „extremer Glatteisgefahr“.

Tief „Holger“ bringt von Ostdeutschland bis nach Bremen intensive Schneefälle. Kachelmann: „Wir müssen davon ausgehen, dass nicht jedes Haus am Donnerstag erreichbar ist und dass der Verkehr sicherlich stark beeinträchtigt wird.“

In Schleswig-Holstein behinderten bereits heute starke Schneefälle den Berufsverkehr. Auf der Autobahn 23 stellte sich auf der Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal ein Tanklaster quer. Die Autobahn musste in Richtung Hamburg gesperrt werden. Insgesamt hatten sich aber die Autofahrer auf die Witterungsverhältnisse eingestellt.

Schneeglatte Straßen sorgten auch in zahlreichen anderen Bundesländern für Unfälle, die jedoch laut Polizei überwiegend glimpflich abliefen. Die Autobahn 4 in Nordrhein-Westfalen zwischen den Autobahnkreuzen Kerpen und Köln-West wurde den ganzen Vormittag über komplett gesperrt, nachdem ein Lastwagen die Mittelleitplanke durchbrochen hatte und auf der Gegenfahrbahn mit drei Autos zusammengestoßen war. Bei dem Unfall wurden laut Polizei drei Personen leicht verletzt.

Auch andere Länder Europas bekamen den Wintereinbruch deutlich zu spüren: Am Mittwoch schneite es von Nordfrankreich bis Kroatien. Es gab zum Teil schwer wiegende Verkehrsprobleme; die französisch-italienischen Grenzübergänge in den Alpen waren bis Mittwochnachmittag stundenlang geschlossen, und auch Slowenien machte seine Grenze für Lkw über 7,5 Tonnen dicht.

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