Unwetterartige Regenfälle
Südbaden fürchtet Rhein-Hochwasser

Schwere Regenfälle haben in der Nacht zu Donnerstag vor allem den Süden Deutschlands unter Wasser gesetzt. Die Behörden befürchten, dass der Rhein in Baden-Württemberg im Laufe des Tages über die Ufer tritt. Auch in der Schweiz sind Tausende von Helfern im Einsatz.

HB LÖRRACH. In Rheinfelden bei Lörrach musste am Morgen die Alte Rheinbrücke gesperrt werden. Die Polizei rechnet am Donnerstag mit Teilüberflutungen der Städte Bad Säckingen und Waldshut-Tiengen in Südbaden.

Schon am Mittwochabend wurden nach heftigen Gewittern in Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Thüringen zahlreiche Straßen überflutet, Keller liefen voll. In der Schweiz lösten die Behörden am Mittwochabend in mehreren Kantonen Hochwasseralarm aus. Vielerorts traten Bäche und Flüsse über die Ufer, Dutzende von Straßen und Bahnverbindungen waren unterbrochen.

In Baden-Württemberg richtete das Landratsamt in Waldshut-Tiengen einen Krisenstab ein. Laut der Hochwasser-Vorhersage-Zentrale droht der Schifffahrt am Oberrhein in der Nacht zum Freitag ein Fahrverbot.

Grund für den massiven Anstieg des Rheins in Baden- Württemberg sind die starken Regenfälle in der Schweiz. Die Schweizer Nachrichtenagentur SDA bezeichnete sie als „schwerste Unwetter seit zwei Jahren“. Tausende von Helfern kämpften gegen das Hochwasser. Mehr als 100 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Dutzende Straßen wurden nach Überschwemmungen und Erdrutschen gesperrt, Bahnreisenden drohten Verspätungen.

Prekär war die Lage vor allem in Teilen der Kantone Bern und Soluthurn sowie Romandie. So lag die Wassermenge in der Aare in der Stadt Bern am frühen Donnerstagmorgen weiter über der Gefahrengrenze. Wassersperren wurden errichtet, Anwohner türmten Sandsäcke auf, drei Campingplätze wurden evakuiert. In der Stadt Basel wurde der Warnzustand ausgerufen. Der Krisenstab schloss nicht aus, dass der Rhein auch hier über die Ufer tritt.

Schon am Mittwochabend überfluteten Regenfälle in Hamburg, Schleswig- Holstein und Thüringen zahlreiche Straßen, Keller liefen voll. In Hamburg glich das Autobahndreieck Nordwest (A7/A23) in der Nacht einer Seenlandschaft. Die Strecke war auf 400 Meter Länge 20 Zentimeter hoch überflutet. Im thüringischen Altenburg rückte die Feuerwehr immer wieder aus, um Keller auszupumpen.

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