Unzufriedene Feuerwehrleute
Streik legt den Flughafen von Brüssel lahm

Kurz vor Ende der Osterferien haben Feuerwehrleute und Sicherheitspersonal etwa zehn Stunden lang gestreikt und damit den Flughafen von Brüssel weitgehend lahmgelegt. Auslöser des Streiks war nach Gewerkschaftsangaben Unzufriedenheit mit dem Management.

HB BRÜSSEL. Feuerwehrleute und weiteres Sicherheitspersonal haben am frühen Morgen um sechs Uhr die Arbeit niedergelegt und damit die Streichung von mehreren hundert Verbindungen erzwungen. Erst gegen 16.30 Uhr erklärten sich die Arbeitnehmervertreter nach langwierigen Verhandlungen bereit, den Streik zu beenden.

Mit einer Normalisierung des Flugverkehrs wurde aber erst am Samstag gerechnet. Nach Angaben von Flughafensprecher Jan van der Cruysse konnten während des unangemeldeten Streiks keine Flugzeuge starten oder landen. „Die Flughafen-Feuerwehr ist offenkundig unerlässlich für die Sicherheit“, deswegen seien alle Verbindungen abgesagt worden, sagte van der Cruysse. Nach der Einigung mit den Gewerkschaften versicherte er: „Wir werden alles tun, um die Passagiere so schnell wie möglich an Bord zu bekommen.“ Im Terminal drängten sich zahlreiche wartende Fluggäste. In Brüssel starten täglich rund 700 Flugzeuge.

Am Freitag wurden wegen des bevorstehenden Endes der Osterferien etwa 25 000 Passagiere am Flughafen erwartet. Innereuropäische Flüge in Richtung Brüssel wurden auf andere belgische Airports umgeleitet, internationale Verbindungen nach Amsterdam, Frankfurt oder Paris.

Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines kündigte eine Beschwerde an: „Wir werden ihnen ein Schreiben mit den Kosten und Verlusten schicken, die wir erlitten haben“, sagte Unternehmenssprecher Geert Sciot dem Radiosender VRT.

Auslöser des Streiks war nach Gewerkschaftsangaben Unzufriedenheit mit dem Management, es war von unzureichenden Informationen und einem „Vertrauensbruch“ die Rede. Die Feuerwehrleute forderten zudem mehr Geld für Überstunden.

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