Urteil
Dem Beifahrer ist als Zeuge Glauben zu schenken

HB BERLIN. Bei Streitigkeiten über einen Verkehrsunfall sind die Aussagen etwaiger Beifahrer nicht von vornherein als unglaubhaft einzustufen. Auf ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts München weist die Stiftung Warentest in der Juni-Ausgabe ihrer Zeitschrift „Finanztest“ hin.

In Gerichtsprozessen würden Zeugenaussagen von Beifahrern immer wieder für generell unglaubwürdig gehalten, weil man eine Gefälligkeit zu Gunsten des Fahrers vermute. Diese Praxis sei aber unzulässig. „Es muss immer konkret festgestellt werden, warum man einem Zeugen nicht glaubt“, berichten die Verbraucherschützer unter Verweis auf die Entscheidung der Münchner Richter.

(Oberlandesgericht München, Aktenzeichen: zehn U 2787/05)

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