Urteil
Sachverständiger-Honorar richtet sich nach Schadenshöhe

HB BERLIN. Das Honorar eines Auto-Sachverständigen richtet sich nicht nur nach dessen Zeitaufwand, sondern darf sich auch an der festgestellten Schadenshöhe orientieren. Dies berichtete der Deutsche Anwaltverein (DAV) unter Hinweis auf ein Urteil des Amtsgerichts Daun. Im vorliegenden Fall hatte ein Experte nach einem Verkehrsunfall ein Schadensgutachten über das erheblich beschädigte Auto erstellt. Sein Honorar bemaß er nach einer Tabelle, die sich nach der festgestellten Schadenshöhe richtete. Die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers weigerte sich, das Honorar zu zahlen, weil sie der Meinung war, der Sachverständige müsse nach Zeitaufwand bezahlt werden.

Das Gericht gab einer Klage des Sachverständigen statt. Er könne seinen Honoraranspruch aus den Schadenskosten ableiten. Eine solche Vorgehensweise sei auch in anderen Berufsfeldern, etwa bei Rechtsanwälten oder Architekten, üblich. Sie habe den Vorteil, dass auch bei kleineren Summen in wirtschaftlicher vertretbarer Art und Weise ein Gutachten erstellt werden könne.

Aktenzeichen: Amtsgerichts Daun, 19. 10. 2005 (AZ.: 3 C 27/05)

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