Verkehr aber weiter beeinträchtigt
Gewerkschaft setzt Londoner U-Bahn-Streik aus

Der Streik bei der Londoner U-Bahn ist am Dienstag ausgesetzt worden. Dennoch mussten am Mittwochmorgen Hunderttausende mit weiteren Behinderungen im Berufsverkehr rechnen.

HB LONDON. Die vorläufige Absage des Arbeitskampfes sei erst spät in der Nacht erfolgt, sagte ein Sprecher der Londoner Verkehrsbetriebe. Dadurch sei es am Morgen noch schwierig, den Betrieb auf allen U-Bahnlinien vollständig zu gewährleisten.

„Die Aktion, die bis Donnerstag weiter gehen sollte, ist unterbrochen“, sagte der Generalsekretär der Gewerkschaft RMT, Bob Crow. Für kommende Woche seien aber weiterhin Streiks geplant. Crow äußerte sich nach neunstündigen Verhandlungen mit der Geschäftsleitung.

Der Arbeitskampf hatte am Dienstag den zweiten Tag in Folge zahlreiche U-Bahn-Linien lahm gelegt und zu einem Chaos für Millionen Fahrgäste geführt. Durch den Streik, der am Montagabend begonnen hatte, waren zwei Drittel des gesamten U-Bahnnetzes der Acht-Millionen-Metropole lahmgelegt worden. Hunderttausende Londoner und Besucher der britischen Hauptstadt hatten nur die Wahl zwischen kilometerlangen Fußmärschen oder qualvoller Enge in völlig überfüllten Bussen und den wenigen noch rollenden U-Bahnzügen.

Premierminister Gordon Brown verurteilte den Streik als „völlig ungerechtfertigt“. Ein Sprecher der Transportarbeiter-Gewerkschaft RMT betonte, die Aktion sei nur ausgesetzt worden. Es werde von den Verhandlungen abhängen, ob die Gewerkschaft für den kommenden Freitag erneut zu einem 72-stündigen Streik aufrufen werde oder nicht.

Mit dem Arbeitskampf will die RMT für ihre 2300 Mitglieder Job- und Pensionsgarantien für Bahnmechaniker in einem privatisierten Wartungsunternehmen für das Streckennetz durchsetzen. Londons Bürgermeister Ken Livingstone erklärte, solche Zusagen seien grundsätzlich bereits gemacht worden. Der Streik sei daher gegenstandslos.

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