Verkehrsinfarkt
Stahl unter der Erde

Es sind die Millionenstädte, in denen der Verkehrsinfarkt droht. Paris erwartet spätestens für 2020 den Dauerstau, in Mexiko-City und São Paulo ebenso wie in Kairo und Moskau gehören Autoabgase, Tote durch Unfälle und verstopfte Straßen zum Alltag. Die Metropolen ersticken im Straßenverkehr.
  • 0

DÜSSELDORF / NEW YORK / PRAG / TOKIO. In München heißt sie Landshuter Allee, in Essen ist es die Gladbecker und in Dortmund stinkt es den Einwohnern der Brackeler Straße - kaum eine deutsche Großstadt, die nicht spätestens im Sommer wieder mit der Debatte um die Feinstaub-Belastung konfrontiert wird. Von 2008 an dürfen Städte betroffene Stadtteile zu Sperrzonen erklären, mit dem Ziel: Stinker bleiben draußen. Ob das fruchtet, wird sich zeigen. Das etwas getan werden muss, ist klar. Lange sträflich ignoriert, gehört das Reizwort Feinstaub längst zum Standard-Vokabular jeder Debatte um Verkehr in den Großstädten.

Weltweit sind es die Millionenstädte, in denen der Verkehrsinfarkt droht. Paris erwartet spätestens für 2020 den Dauerstau, in Mexiko-City und São Paulo ebenso wie in Kairo und Moskau gehören Autoabgase, Tote durch Unfälle und verstopfte Straßen zum Alltag.

Allein in Peking werden jeden Tag 1 000 neue Autos angemeldet. Kein Wunder, dass die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Ende 2006 neben Kriminalität, weitverbreiteter Armut und hoher Arbeitslosigkeit das Thema "congestion costs" zu den größten Problemen der für die wirtschaftliche Entwicklung so wichtigen Metropolräume zählte. Gemeint sind die "Überfüllungskosten", die täglich durch Verkehrsstaus, Luft- und Wasserverschmutzung, Lärmbelästigung sowie Vernichtung von Grünflächen verursacht werden.

Wirtschaftswoche-Korrespondenten sind in sechs Großstädten weltweit auf die Straßen gegangen, beschreiben die Lage und die Suche nach Lösungen. Die reichen von der Verstopfungsmaut über teure Auto-Zulassungsgebühren, den Ausbau des Nahverkehrs und zeitlich beschränkten Fahrverboten für Beamte bis zu neuen Geschäftsideen wie Taxis nur für Frauen.

Ideen, die helfen sollen, den Verkehrskollaps zu verhindern.

Seite 1:

Stahl unter der Erde

Seite 2:

Seite 3:

Seite 4:

Seite 5:

Seite 6:

Kommentare zu " Verkehrsinfarkt: Stahl unter der Erde"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%