Verkehrspolitik
Unmut über Berliner S-Bahn-Chaos wächst

Das Gedränge in den Berliner S-Bahnen bleibt, der Unmut wird größer. Für die nächsten Tage gebe es „keine Entwarnung“, sagte ein Bahnsprecher am Freitag. Weiterhin dürfen knapp ein Drittel der Wagen nicht eingesetzt werden.

HB BERLIN. Aus der Opposition im Abgeordnetenhaus wurde der Ruf laut, den Vertrag des Senats mit der S-Bahn vorzeitig zu kündigen. Fahrgastvertreter verlangten von der S- Bahn eine Entschädigung für die Kunden. Das Bundesverkehrsministerium sprach von „skandalösen Zuständen“. Als Konsequenz aus dem Chaos waren am Donnerstag alle vier S-Bahn-Geschäftsführer ihrer Posten enthoben worden.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) forderte die S-Bahn auf, den Inhabern von Zeitkarten anteilig Geld zurückzuzahlen. Wer an einzelnen Tagen nicht oder nur mit großer Verspätung an seinen Zielort gelangen konnte, sollte dafür entschädigt werden, sagte VCD- Sprecherin Almut Gaude der dpa. Die Fahrgäste sollten auf jeden Fall „ihren Unmut kundtun und Beschwerdebriefe schreiben“.

Seit Montagabend dürfen auf Anordnung des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) rund 380 Wagen der S-Bahn nicht mehr eingesetzt werden. Deren Räder waren nicht wie vom EBA gefordert einmal wöchentlich überprüft worden. Der Sprecher des Bundesverkehrsministeriums, Rainer Lingenthal, sagte, es sei wichtig gewesen, das bisherige Management der S-Bahn „schnell und radikal“ auszutauschen. Die Schuld für die Situation liege „einzig und allein bei der Berliner S-Bahn“.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%