Viele Schulen geschlossen und einige Bahnstrecken weiter gesperrt
Das Schneechaos wirkt noch nach

Nach dem Schneechaos vom Wochenende hat sich die Lage im Süden Deutschlands in der Nacht zum Montag wieder etwas entspannt. Auch die Meteorologen haben inzwischen Entwarnung gegeben. Doch von Normalität sind insbesondere Oberbayern und Teile Baden-Württembergs noch ein ganzes Stück weit entfernt.

HB MÜNCHEN. Nach dem Schneechaos am Wochenende müssen Auto- und Bahnfahrer weiter mit Problemen in Süddeutschland rechnen. Auf den Autobahnen in bayern und Baden-Württemberg und den Straßen in Oberbayern gab es zwar am Montagmorgen keine wetterbedingten Behinderungen, wie das Verkehrslagezentrum auf Anfrage mitteilte. In Baden-Württemberg waren aber noch etliche Straßen wegen Schnee oder Schneebruch gesperrt. Auch die meisten Bahnstrecken waren nicht mehr blockiert, in Bayern blieben lediglich einige Nebenstrecken gesperrt.

Dennoch behindern die Schneemassen weiter das öffentliche Leben. Bei der Bahn waren weiterhin die fünf Strecken Mindelheim - Krumbach - Günzburg, Memmingen - Kempten, Murnau - Oberammergau, Wasserburg - Ebersberg und Passau - Pocking gesperrt, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Bei den drei letztgenannten Strecken waren Ersatzbusse im Einsatz. Bei der Münchner S-Bahn waren zudem noch die Linien S 1 im Abschnitt Neufahrn - Freising und S sieben im Abschnitt Höllriegelskreutz - Wolfratshausen gesperrt. Zum Teil fuhren hier Regionalzüge, zum Teil Ersatzbusse. Im gesamten S-Bahn-Verkehr kommt es den Angaben zufolge weiter zu Verspätungen. „Die ganze Infrastruktur ist nur eingeschränkt befahrbar“, sagte Bahnsprecher Ingo Schüttke. In Baden-Württemberg waren Bahnstrecken wieder fast vollständig befahrbar.

Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb blieben zunächst noch einige Kreis- und Landstraßen gesperrt. Auch ein kurzes Teilstück der B 20 Burghausen - Berchtesgaden war am Montagmorgen noch nicht wieder befahrbar. An mehreren Schulen in Bayern sowie im baden-württembergischen Zollernalbkreis können sich die Kinder am Montag über einen weiteren Ferientag freuen. In sämtlichen Schulen in den Landkreisen Augsburg, Landsberg am Lech und Fürstenfeldbruck fällt der Unterricht wegen der extremen Schneefälle aus, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Auch im Landkreis Starnberg einzelne Schulen geschlossen bleiben. Regulär sollten die Faschingsferien am Montag zu Ende sein.

„Wir haben uns dafür entschieden, weil die Beförderung der Schüler schwierig ist“, erläuterte der Leiter des Schulreferats im Landratsamt Fürstenfeldbruck, Günter Sigl, am Sonntagabend die Entscheidung. Mit dem öffentlichen Nahverkehr gebe es noch immer Probleme. Sorge bereiteten den Behörden auch die schwer mit Schnee beladenen Bäume, deren Spitzen und Äste abbrechen und herabstürzen könnten. Die Lehrer haben nach Sigls Worten allerdings keinen freien Tag. Sie müssten kommen und die Schüler beaufsichtigen, die trotz des schulfreien Tags kämen.

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