WallyIsland
Das Baumschiff

Wer braucht eine Insel, wenn er 1 000 Quadratmeter Vordeck hat und dort nach Lust und Laune Palmen oder einen ganzen Wald pflanzen oder einen Tennisplatz errichten kann? Noch ist die schwimmende Insel WallyIsland ein Gedankenspiel. Aber eines, das schnell Realität werden könnte.

DÜSSELDORF. Die schlechte Nachricht zuerst: 15 000 Euro Anlandegebühr wären nach dem „Luxussteuermodell“ der Mitte-links-Regierung auf Sardinien fällig, wenn man dort mit der WallyIsland vor Anker ginge. Und jetzt die gute: Niemand muss mehr irgendwo anlanden, wenn er mit dem gerade von der italienischen Wally-Werft vorgestellten Modell unterwegs ist. Die 99 Meter lange Motoryacht in der Form eines Supertankers verfügt über ein super Tankvolumen von 750 000 Litern. Was bei moderatem Tempo nach Angaben von Wally für 15 000 Seemeilen vorhält. Und mit 26 000 Litern Kühlschrankvolumen reichen auch die Vorräte für ausgedehnte Exkursionen.

So richtet sich das Privatyachtprojekt an eine Hand voll Superreiche, die auf der Suche nach der idealen Privatinsel bislang nur enttäuschende Angebote gesichtet haben. Und von Zeit zu Zeit ihre Insel mal zwischen türkisem Beach und azurblauer Côte umparken wollen. Wer braucht eine Insel, wenn er 1 000 Quadratmeter Vordeck hat und dort nach Lust und Laune Palmen oder einen ganzen Wald pflanzen oder einen Tennisplatz errichten kann. Wenn Platz der größte Luxus ist, dann ist die WallyIsland ein wahres Luxusschiff.

Gut, der Scheich von Dubai hat ein deutlich größeres Spielzeug, einen Riesenkahn mit 160 Meter Länge und einem Helipad für echte Hubschrauber (und nicht nur die kleinen Plexiglashaubenhüpfer). Auf verschiedenen Ebenen verteilen sich diverse Whirlpools und Spielzimmer. Aber das Traumschiff ist dicht bebaut wie eine Vorortsiedlung in Tokio. Die WallyIsland hingegen ähnelt einer freistehenden Villa mit großem Grundstück.

Noch ist die schwimmende Insel lediglich ein Gedankenspiel. Aber eines, das schnell Realität werden könnte. Die Liga der 100+ Yachten ist mittlerweile zweistellig geworden. Die Auftragsbücher bei Blohm und Voss in Hamburg für Yachten über 60 Meter sind gut gefüllt. Roman Abramowitsch lässt sich dort gerade für geschätzte 200 Millionen Euro ein Monsterboot zusammenschweißen.

Die Wally wäre eher ein Modell für Abramowitschs Ex-Gattin Irina. Mit ihr mischt man ganz vorne mit, ohne den vollen Preis zu zahlen. Die Wally-Macher haben erkannt, dass gerade die Aufbauten die Kosten treiben und dass ihre 99-Meter-Yacht durchaus preislich im Rahmen der 60-Meter-Klasse bleiben kann. Dabei aber gleichzeitig stabiler im Wasser liegt. Smartshopping für Milliardäre sozusagen.

Selbstverständlich müssen künftige Eigner nicht auf einen Grundstock an Luxus verzichten. Für komfortables Weiterkommen sorgen eine Bibliothek, ein Spa, ein Kino oder ein Fitnesscenter. Und neben der 200 Quadratmeter großen Eignersuite sechs weitere Riesenkabinen, die noch mal getrennt werden können, um Platz für 24 Personen zu bieten. Ach, und wer doch mal nach Sardinien will, kann für den Ausflug eines der beiden WallyTender-Boote nehmen, die huckepack mitgeführt werden. Die sind knapp 14 Meter lang und kosten im Hafen nur einen Bruchteil der Gebühren.

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