Warnung vor Flutwelle
In Japan bebt erneut die Erde

Ein schweres Erdbeben der Stärke sieben hat erneut den Norden Japans erschüttert. Nun waren die Behörden vor einer Tsunami-Flutwelle.

HB TOKIO. Bei dem Beben im relativ dünn besiedelten Norden der Insel Hokkaido wurde ein neunjähriger Junge durch Glassplitter verletzt, wie die Behörden mitteilten. Es entstand kein größerer Sachschaden. Allerdings warnten die Behörden vor einer Flutwelle (Tsunami), welche die Erdstöße auslösen könnten. Das Beben erreichte auf der Skala der japanischen Erdbebenwarte, die der Richterskala ähnlich ist, die Stärke sieben.

In Teilen der Insel gab es dem Fernsehsender NHK zufolge zeitweise keinen Strom. Bahnverbindungen wurden vorsorglich unterbrochen, um die Gleisanlagen zu überprüfen. Alle Atomkraftwerke in dem Erdbebengebiet würden indes normal arbeiten, hieß es. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben des Wetteramts in rund 50 Kilometer Tiefe im Pazifik vor der Ostküste Hokkaidos, der nördlichsten großen Insel Japans. Die Gegend liegt rund 800 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio.

Bereits Ende November hatte ein Beben der Stärke 7,1 Nordjapan erschüttert. Bei einem schwächeren Beben in der dichter besiedelten Region Niigata waren Ende Oktober 40 Menschen getötet und Tausende verletzt worden.

Japan zählt zu den seismisch aktivsten Regionen der Welt. Noch immer sind die Erinnerungen an das starke Beben im Jahr 1995 lebendig, durch das in der westjapanischen Industriemetropole Kobe mehr als 6 400 Menschen getötet wurden.

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