Wasser im Innenraum
ICE kapituliert vor Starkregen – Fahrgäste nass

Ergiebiger Dauerregen lässt kleinere Flüsse im Osten Deutschlands bedrohlich anschwellen. Auch die Deutsche Bahn leidet: Nach den Klimaanlagen-Ausfällen im Hochsommer hat der starke Regen einem Hochgeschwindigkeitszug der Bahn Probleme bereitet.
  • 4

HB BERLIN. Beim ICE 1654 von Berlin nach Leipzig drang am Montag Wasser in den Innenraum zweier Wagen ein, wie ein Bahnsprecher auf Anfrage bestätigte. Nach Augenzeugenberichten tropfte Wasser von der Decke, stellenweise sei es in kleinen Rinnsalen herabgelaufen.

Der Boden in einem Abteil sei feucht gewesen. Laut Bahn wurde dieser Teil des Zuges in Leipzig aus dem Verkehr gezogen. Der ICE T fuhr mit 25 Minuten Verspätung weiter Richtung Wiesbaden. Nach der Ursache werde nun gesucht, sagte der Sprecher.

Ergiebiger Dauerregen ließ indessen kleinere Flüsse im Osten Deutschlands bedrohlich anschwellen. Örtlich lösten die Behörden am Montag Hochwasseralarm aus. In Sachsen warnte die Landeshochwasserzentrale vor hohen Wasserständen an der Großen Röder in Kleinraschütz bei Großenhain.

Dort sei die Alarmstufe zwei ausgelöst worden, hieß es am Montag auf der Internetseite der Behörde. Stufe zwei bestehe ebenso an der Schwarzen Elster bei Kamenz. Die Alarmstufe 1 gelte an der Lausitzer Neiße in Zittau und Görlitz sowie an der Schwarzen und Weißen Schöps.

In Sachsen-Anhalt galt seit Sonntagabend die Alarmstufe 1 für die Schwarze Elster in Annaburg- Löben, wie Britt Herwig vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft sagte. Außerdem sei in Schkopau am frühen Montagmorgen die Meldegrenze der Weißen Elster überschritten worden.

Meyer rechnet damit, dass die Wasserstände wegen des andauernden Regens am Montag noch ansteigen werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor weiterhin ergiebigem Niederschlag bis zum Dienstagmorgen. Die Unwetterwarnung galt auch für Niedersachsen, Thüringen und Brandenburg.

Im Süden Brandenburgs könnte es nach Behördenangaben zu Überflutungen kommen. Zwar hatte sich die Hochwasserlage nach Angaben der Polizei in Potsdam und der Feuerwehr in Berlin in der Nacht zunächst nicht verschärft. Der Grundwasserspiegel sei allerdings für die Jahreszeit immer noch sehr hoch. Deshalb können die Wassermengen nicht mehr überall aufgesogen werden.

Kommentare zu " Wasser im Innenraum: ICE kapituliert vor Starkregen – Fahrgäste nass"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wind, Regen, Trockenheit, Kälte und Hitze; tja... mit solch überraschend eintretenden "Zuständen" konnte ja nun wirklich niemand rechnen. Vieleicht könnte die Db ja mal ihr "Fahrwetter (=pünktliche Züge)" bekannt geben. So in der Art:
    "20 Grad, Luftdruck 1010, Nordwestwind Windstärke 5, Luftfeuchtigkeit 55 %. bei Abweichungen um mehr als 10% fallen folgende Züge aus ......."

  • Eben und das ist eines der Szenarien welches ich bei Stuttgart21 auch befürchte.

    Der Keller säuft ab. Die nicht kalkulierbaren Klima-oder auch Wetterschwankungen.
    bin ich oben, habe ich einen Schaden, doch unter der Erde, wie lange dauert es, bis der bahnsteig wieder passierbar ist.

  • Ein sündhaft teurer iCE auch noch quasi als Cabrio.

    Das nenn ich mal Luxus !

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%