Wegen Air-Berlin-Einstiegs
Warnstreik bei Tuifly

Mit Warnstreiks haben Beschäftigte des Ferienfliegers Tuifly ihrer Forderung nach mehr Geld und besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck verliehen.

HB HANNOVER. Knapp 100 Beschäftigte hätten am Mittwochabend die Arbeit ruhen lassen, sagte ein Betriebsratsvertreter. Für Donnerstag seien weitere Aktionen geplant. Die Beschäftigten sind unzufrieden über die geplante Überkreuzbeteiligung der zur Tui gehörenden Fluggesellschaft mit Air Berlin, bei der Air Berlin die Städteverbindungen der Tuifly übernehmen und dafür deren Maschinen und Besatzung mieten soll. Die Mitarbeiter befürchten langfristig eine Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen sowie Stellenstreichungen.

Für den Fall einer Lösung für die kriselnde Tuifly ohne Air Berlin hatten die Beschäftigten eine zweijährige Nullrunde in Aussicht gestellt gehabt. Dieses Angebot gelte nicht mehr, hieß es nun. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die knapp 2000 Flugbegleiter und Bodenbeschäftigten rückwirkend zum 1. März fünf Prozent mehr Lohn. Der über 16 Monate laufende Tarifvertrag soll zudem eine betriebliche Altervorsorgelösung beinhalten. Zur neuen Tarifforderung gehört auch der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen - Verdi sieht 120 Jobs gefährdet. Die Schließung einiger der über Deutschland verteilten Stationen, denen die Mitarbeiter zugeordnet sind, dürfe es nur mit Zustimmung der Gewerkschaft geben, hieß es.

Die Arbeitnehmervertreter befürchten zudem, dass die beiden Unternehmen langfristig auf eine Zusammenlegung der Technik hinarbeiten werden, was Jobs kosten könnte. Zudem könnte Tuifly versuchen, die im Vergleich zu Air Berlin höheren Gehälter zu drücken, hieß es. Sollte Air Berlin einmal in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen, werde Tuifly keine Perspektiven am Markt mehr haben.

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