Weitere Verhandlungen
Nahverkehrsstreik in New York beendet

Nach drei Tagen ist der Streik im New Yorker Nahverkehr zu Ende. Der Vorstand der Gewerkschaft TWU beschloss am Donnerstag unter wachsendem Druck von Justiz und Öffentlichkeit, den Ausstand der Bus- und Bahnarbeiter umgehend zu beenden.

HB NEW YORK. Die 33 000 Angestellten hatten seit Dienstag die Arbeit niedergelegt, um gegen geplante Regelungen in einem neuen Tarifvertrag zu protestieren. Nach Angaben eines Vermittlers einigten sich die Gewerkschaft und die Nahverkehrsgesellschaft MTA auf weitere Verhandlungen, die Beschäftigten sollten dafür schon zur nächsten Schicht wieder arbeiten.

Gouverneur George Pataki sprach am Donnerstag von einer positiven Nachricht für alle New Yorker. Er hatte die Wiederaufnahme von Gesprächen von einem Ende des Ausstands abhängig gemacht. Der Streik kostete die Stadt allein am ersten Tag schätzungsweise 400 Mill. Dollar an entgangenen Einnahmen, Mill. Menschen mussten nach Alternativen für still stehende Busse und Bahnen suchen. Ein Richter hatte wegen des Ausstands eine Geldstrafe von einer Million Dollar pro Tag gegen die Gewerkschaft verhängt und wollte auch eine Inhaftierung von Funktionären nicht ausschließen.

Gewerkschaftspräsident Roger Toussaint hatte ein Ende des Streiks am Mittwoch davon abhängig gemacht, dass die Nahverkehrsgesellschaft MTA die Änderungen zur Altersversorgung der Beschäftigten zurücknehme. MTA forderte, dass die Beschäftigten ihren Eigenbeitrag zur Alterssicherung von derzeit zwei Prozent ihres Gehalts auf sechs Prozent steigern.

Toussaint wies zudem Kritik von Bürgermeister Michael Bloomberg zurück, die Streikenden handelten selbstsüchtig: „Wir stehen um 03.00 und 04.00 Uhr morgens auf, um die Züge in dieser Stadt zu bewegen“, sagte Toussaint. „So verhalten sich keine Verbrecher und Egoisten.“ Das Boulevardblatt „New York Post“ hatte die Streikenden sogar als Ratten beschimpft.

Ungeachtet eines Gesetzes, das ihnen Streiks verbietet, hatte die Gewerkschaft die Beschäftigten zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, nachdem der Tarifvertrag in der vergangenen Woche ausgelaufen war. Es war der erste Streik seit 25 Jahren.

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