Wellness am Gardasee
Königsnummer

Wer sich nach allen weisen Regeln aus dem Morgenland verwöhnen lassen will, der muss nur bis zum Gardasee. Dort fällt der Festtagsspeck bei Wellness à la Caspar, Melchior und Balthasar fast von alleine: Am Nordufer, in Riva del Garda, ist dieser Tage die ganze Sinnlichkeit des Weihnachts-Wellness-Konglomerats zu spüren.

DÜSSELDORF. Der Gardasee kann im Winter schnell wie Florida zu Weihnachten daherkommen. Temperaturen an der 20-Grad-Marke sind durchaus möglich und Palmen und Olivenbäume heimischere Gewächse als die Nordmanntanne. Caspar, Melchior und Balthasar hingegen, die drei Könige aus dem Morgenland, passen zumindest ein Stück besser hierher als ein rauschebärtiger Geschenkeüberbringer mit Rentierschlitten.

Kein Wunder also, dass die Präsente der weisen Männer der zeitgenössischen Erlebniswelt einverleibt werden. Wellness mit morgenländischen Produkten als reinigender und entspannender Prozess zu Beginn des noch jungfräulichen Jahres liegt im Grunde genommen nahe. Das Räuchern von Myrrhe und Weihrauch hat eine uralte Tradition, deren antiseptische Wirkung prädestiniert sie für Reinigungszeremonien; die sind nach den fetten Festtagen nicht das Schlechteste. Der mineralische Gehalt von Gold soll, integriert in Kosmetika, der Haut guttun, sie straffen und kühlen.

Am Nordufer, in Riva del Garda, ist dieser Tage die ganze Sinnlichkeit des Weihnachts-Wellness-Konglomerats zu spüren. Das Städtchen, in dem der lungengebeutelte Franz Kafka sich als „Südens Gast“ fühlte, der ihm „nie wieder so liebenswürdig und großartig begegnete“, beschert mit würzigen Kräutern, duftenden Ölen und Kerzen nasale Sinnlichkeit. In Riva macht sogar der rot ummantelte, weißbärtige Saisonarbeiter Überstunden, selbst das „Weihnachtsmannhaus“ in der 1124 errichteten Festung La Rocca schließt seine Pforten erst an Heilige Drei Könige. Eine Stippvisite ist also drin, wenn man eh durch die romantische Altstadt bummelt oder am Seeufer entlangschlendert. Im Astoria Park Hotel werden Könige auf Urlaub im Spa mit Myrrhe- und Weihrauch-Wellness aufgemöbelt. Dazu erfolgt eine Vergoldung, allerdings in flüssiger Form – mit Olivenöl. Die Region um Italiens größten See produziert, wenn auch nicht mehr in der Intensität vergangener Tage, so doch weiterhin hervorragendes Olivenöl. Man kann dies als mehrtägiges Relax-Gesamtpaket buchen. Oder die güldene Teilmenge zur innerlichen Anwendung separieren.

In Riva lohnt die gastronomische Feldforschung. Einheimische alpine Produkte verbinden sich mit mediterraner Küche zu einem schmackhaften trentinischen Mix. Zu erleben mitten im historischen Zentrum im Restaurant Al Volt. In der Küche des eleganten Gewölbes eines 600 Jahre alten Palazzos verarbeitet Küchenchef Maurizio Poli nicht nur Fischiges aus dem nahen See, sondern schmort auch zarte Rinderbacken – als stimmige Begleiter im Glas Garda Classico & Co. von den Weinufern des Lago. Die sind manchem lieber als Gold, Weihrauch und Myrrhe.

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