Wenige Züge, vollkommen überfüllt
Streiks in Frankreich verursachen Chaos

Der Streik der Eisenbahner in Frankreich hat auch am Dienstag den Berufsverkehr wieder stark beeinträchtigt.

HB PARIS. In der Hauptstadt Paris stiegen viele Pendler wegen der Arbeitsniederlegungen auf das Auto um, wodurch es zu langen Staus kam. Die wenigen trotz des Ausstands verkehrenden Züge waren vollkommen überfüllt. Die Gewerkschaften hatten zum Streik aufgerufen, weil sie einen Personalabbau befürchten, falls die staatliche Bahngesellschaft SNCF privatisiert werden sollte.

Der Ausstand dürfte mindestens 24 Stunden dauern, ist aber nicht befristet. Präsident Jacques Chirac rief zu schnellen Verhandlungen über ein Streikende auf. Zugleich bekräftigte er, SNCF werde nicht privatisiert. Weitere Streiks werden am Mittwoch bei den Pariser U-Bahnen und Vorortzügen erwartet. Nachbarländer wie Deutschland spürten zunächst kaum etwas von den Folgen.

Die Pendler aus der Umgebung von Paris reagierten ungeduldig auf den sechsten SNCF-Streik in diesem Jahr. „Sie nehmen das Volk als Geisel. Selbst wenn wir ihre Forderungen verstehen, ist das eine Schande“, sagte eine Frau, die am Pariser Umsteigebahnhof Gare du Nord fest hing. Die regierende UMP warf den Gewerkschaftsführern vor, den Streik ausgerufen zu haben, um sich vor gewerkschaftsinternen Wahlen zu profilieren. „Das ist ein Streik ohne echten Grund, weil es nie auch nur die entfernteste Absicht gab, die SNCF zu privatisieren“, sagte UMP-Vertreter Bernard Accoyer.

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