Wetter
Flughafen Frankfurt versinkt im Eis-Chaos

Ein Abheben war unmöglich: Mehr als 3000 Passagiere haben die Nacht am Frankfurter Flughafen verbracht, nachdem die Start- und Landebahnen des größten deutschen Airports wegen Schnee und Eis gesperrt werden mussten.
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HB FRANKFURT. Helfer stellten 1500 Feldbetten auf. Viele Passagiere übernachteten auch in Flugzeugen. Rund 5000 Flugreisende wurden in umliegenden Hotels untergebracht, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Dienstagmorgen sagte. Insgesamt fielen am Montag 229 Flüge aus. Am Morgen wurden die Start- und Landebahnen wieder freigegeben.

„Der eine oder andere Fluggast war natürlich über die Situation nicht besonders erfreut“, sagte der Sprecher. Im Großen und Ganzen habe aber eine „relative Gelassenheit“ geherrscht. „Es gab keine Aggressionen.“

Der Verkehrsleiter hatte Deutschlands größten Flughafen um 22.44 Uhr wegen Schneeglätte auf den Start- und Landebahnen „bis auf weiteres“ komplett geschlossen. Kurz vor 3.00 Uhr wurde eine Start- und Landebahn wieder freigegeben, kurz nach 4.00 Uhr eine Startbahn, die dritte Bahn durfte kurz vor 6.00 Uhr wieder benutzt werden.

Der Sprecher sagte, der Flugverkehr werde am Dienstagmorgen vermutlich nur „schwer in die Gänge kommen“. Die 5000 Fluggäste aus den Hotels müssten erst alle zum Flughafen gebracht werden. Er gehe aber davon aus, dass alle für den Tag geplanten 560 Starts und Landungen stattfinden könnten.

Schnee und Glätte behinderten am Abend auch den Flugverkehr in London. Der Flughafen Luton nördlich der Hauptstadt musste vorübergehend gesperrt werden. Auch der City-Flughafen war zwischenzeitlich dicht. In Gatwick kam es zu Verzögerungen, weil die Landebahn enteist werden musste. Betroffen waren auch mehrere Flüge nach Deutschland.

Auf den Straßen kam es am Morgen erneut zu Glätteunfällen: Nachdem mehrere Lastwagen ineinandergefahren waren, musste die Autobahn 45 in Mittelhessen in Richtung Süden voll gesperrt werden. Auch aus Bayern wurden nach Unfällen Sperrungen gemeldet. In der Region Hannover verunglückte am Abend eine 28-jährige Frau tödlich. Sie war nach Polizeiangaben mit ihrem Wagen auf schneebedeckter Fahrbahn ins Schleudern geraten und gegen einen Baum geprallt. Die Berliner S-Bahn meldete weitere Einschränkungen durch das Winterwetter.

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