Wetter
Schnee-Chaos trifft Lufthansa hart

Heftige Schneefälle haben am Freitag in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Chaos auf Autobahnen und im Flugverkehr verursacht. Der Frankfurter Flughafen bekam mit die heftigsten Niederschläge ab - entsprechend wurde der Flugplan durcheinandergewirbelt.

HB FRANKFURT. Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia erlebte das Rhein-Main-Gebiet am Freitag die heftigsten Schneefälle seit 15 Jahren erlebt. Im Gebiet zwischen Mainz, Wiesbaden und Darmstadt fielen innerhalb weniger Stunden bis zu 23 Zentimeter Neuschnee. Besonders stark waren die Schneefälle nach Angaben der Meteorologen am späten Nachmittag, als innerhalb einer Stunde bis zu acht Zentimeter fielen. Am Abend hörten die Schneefälle in Hessen abrupt auf. Für die Nacht wurden keine weiteren Niederschläge angekündigt.

Auf dem größten deutschen Flughafen in Frankfurt kam der Verkehr fast zum Erliegen. Bis zum Abend waren nach Angaben eines Sprechers 530 Starts und Landungen annulliert worden. Besonders hart traf es die Deutsche Lufthansa, der mit Abstand größten Fluggesellschaft in Frankfurt. Am Nachmittag entschied das Unternehmen, sämtliche innerdeutsche Flüge von und nach Frankfurt zu streichen. Bis zum frühen Abend hatte die Lufthansa nach Angaben eines Sprechers 150 innerdeutsche Flüge gestrichen. Weitere Ausfälle seien zu erwarten. Auch in anderen Städten in Deutschland und Europa hätten wegen Schnee und Eis keine Maschinen starten können, sagten Sprecher von Lufthansa und Flughafen.

Die Lufthansa ließ zwar Langstreckenmaschinen starten, die aber mit deutlich weniger Passagieren abhoben, weil zahlreiche Fluggäste die Maschinen nach Amerika oder Asien nicht erreichten. „Pünktliche Flüge sind heute absolute Ausnahme“, sagte ein Flughafen-Sprecher. Da der Schneefall am Abend aufgehört habe, sei mit einer langsamen Verbesserung der Lage zu rechnen.

Ursache für das Schneechaos war ein kräftiges Tief, das aus Frankreich über die Mitte Deutschlands nach Osten zog. Besonders entlang des Mains gab es ergiebige Schneefälle. Allein im Raum Frankfurt ereigneten sich nach Angaben der Polizei schätzungsweise 300 Unfälle, etwa zehn Mal so viele wie sonst im Tagesdurchschnitt. Zumeist sei es aber bei Blechschäden geblieben. Am Nachmittag war der Autobahnring um die Mainmetropole dicht. Quer stehende Lastwagen und andere liegen gebliebene Fahrzeuge blockierten die Autobahnen. Allein auf der A5 habe es einen 30 Kilometer langen Stau gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Am frühen Abend begann der Verkehr wieder zu rollen, nachdem die quer stehenden Fahrzeuge geräumt und die Fahrbahn gestreut worden waren.

Auch im benachbarten Rheinland-Pfalz gab es nach Angaben der Polizei mehrere Totalsperrungen von Autobahnabschnitten. Eine Person starb auf der A3 bei Montabaur bei einem witterungsbedingten Unfall. In Baden-Württemberg gab es am Abend vor allem noch im Schwarzwald Behinderungen durch Schnee und Glätte. In der Landeshauptstadt Stuttgart, wo die Polizei gewaltsam dafür sorgte, dass der bestreikte Winterdienst wieder aufgenommen wurde, hatte sich die Lage nach Angaben der Behörden entspannt. Dort regnete es am Abend bei Temperaturen um plus sechs Grad.

In Baden-Württemberg gab es am Abend vor allem noch im Schwarzwald Behinderungen durch Schnee und Glätte. In der Landeshauptstadt Stuttgart, wo die Polizei gewaltsam dafür sorgte, dass der bestreikte Winterdienst wieder aufgenommen wurde, hatte sich die Lage nach Angaben der Behörden entspannt. Dort regnete es am Abend bei Temperaturen um plus sechs Grad.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%