Wiener Opernball: Lugner will Berlusconis Ruby an seiner Seite

Wiener Opernball
Lugner will Berlusconis Ruby an seiner Seite

Nach der Absage Bo Dereks setzt Opernball-Gastgeber Richard Lugner auf Provokation: die Nachtclubtänzerin "Ruby Rubacuori" soll ihn auf dem Event begleiten - die Marokkanerin im Zentrum des Berlusconi-Skandals.
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Wien

Die im Zentrum des Sex-Prozesses gegen Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi stehende Nachtclubtänzerin "Ruby Rubacuori" soll Stargast des Wiener Opernballes 2011 werden. Entsprechende Verhandlungen bestätigte am Montag ein Sprecher ihres Gastgebers Richard Lugner. "Wir haben eine Bestätigung von ihr per Email bekommen, in der sie den Konditionen zustimmt", sagte der Sprecher. Der Vertrag sollte noch am Montag in Italienisch verfasst werden. Eigentlich wollte der österreichische Baumagnat Lugner Bo Derek als Stargast nach Wien holen. Die US-Schauspielerin konnte sich mit dem 78-Jährigen aber nicht auf die Konditionen einigen. Der Ball findet am 3. März statt.

Wie hoch die Gage der 18-jährigen Marokkanerin Karima el Mahroug mit dem Künstlernamen "Ruby Rubacuori" (Ruby Herzensdiebin) ausfällt, wurde nicht mitgeteilt. Sie steht derzeit im Mittelpunkt des Ermittlungsinteresses der italienischen Staatsanwaltschaft. Als Minderjährige soll Berlusconi ihr Geld für sexuelle Dienste gezahlt und sie aus einem Polizeigewahrsam herausgeholt haben. Im April muss sich der italienische Ministerpräsident wegen dieser Vorwürfe vor Gericht verantworten.

Die Tänzerin hat mehreren Zeitungen gesagt, sie habe nie Sex mit Berlusconi gehabt. Die von ihr besuchten Partys in seinen Residenzen seien "normale Abendessen" gewesen. Sie räumte allerdings ein, aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten 7000 Euro von Berlusconi angenommen zu haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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