Wiener Opernball: Walzer ohne Wirtschaftsbosse

Wiener Opernball
Walzer ohne Wirtschaftsbosse

Die Stars lächelten auf dem Wiener Opernball um die Wette – bis auf einen: Moderator Johannes B. Kerner. Er wurde in eine „Kneipenschlägerei“ verwickelt. Bank-Chefs und internationale CEOs waren sich dafür zu schade.
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WienJohannes B. Kerner wird den Wiener Opernball nicht in guter Erinnerung behalten. Der Hamburger Moderator wurde in der Staatsoper angefeindet. „Wer hat ihr Ticket bezahlt? Erklären Sie sich! Sie sind der neue Wulff!“, fragte ein angeblich alkoholisierter Gast den TV-Unternehmer. Kerner versuchte den Mann zu beruhigen, doch der warf aber ein Sektglas nach ihm. Daraufhin schlug ein Begleiter Kerners den Opernball-Teilnehmer mit der Faust ins Gesicht.

Doch abgesehen von dieser körperlicher Auseinandersetzung galt wie immer auf dem berühmtesten Ball der Welt „alles Walzer“. Rund 5000 Gäste feierten in der Wiener Staatsoper. Doch diesmal fehlte der Glanz. Die Logen, die bis 18.500 Euro kosten, gehen an die Banken schon lange nicht mehr wie geschnitten Brot.

Die Geldinstitute in Österreich haben angesichts der Turbulenzen in Osteuropa, allen voran in der Ukraine, ganz andere Sorgen. Auch internationale CEOs machen sich auf den Ball der Bälle rar. So bleibt die Arena eben einer anderen Art von Promis überlassen, nämlich Starköchen wie Johann Lafer oder TV-Entertainer wie Oliver Pocher.

Für Österreich ist die Opernball als Marketing von großer Bedeutung. Deshalb ließ es sich der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer nicht nehmen, den Ehrengast, den früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan, persönlich nach Wien zu locken.

Für Politiker der Alpenrepublik ist der Opernball ein Hochamt, von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) über Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) bis hin zum Rechtspopulisten Heinz-Christian Strache (FPÖ) waren alle zentralen Figuren des Politikgeschäfts der Alpenrepublik vertreten.

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Russen und Asiaten kommen gern zu den Bällen

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  • Österreicher sind hinterhältig, neidisch und heimtückisch - qua Geburt.Alpeninzüchtler halt.
    Das muss man mögen. Oder eben auch nicht.
    Mich sieht man dort nie. Niemals.

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