Wiener Opernball Walzer ohne Wirtschaftsbosse

Die Stars lächelten auf dem Wiener Opernball um die Wette – bis auf einen: Moderator Johannes B. Kerner. Er wurde in eine „Kneipenschlägerei“ verwickelt. Bank-Chefs und internationale CEOs waren sich dafür zu schade.
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Walzer, eine Schlägerei und gekaufte Frauen
Opernball in Wien
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Der Wiener Opernball blickt auf eine fast 200-jährige Geschichte zurück. Er gehört zu einer der glamourösesten und prunkvollsten Bälle der Welt. 180 Tanzpaare schwingen zur Eröffnung ihre Beine im Dreivierteltakt über das Parkett. Bis spätesten 5 Uhr in der Früh wird auf dem Wiener Opernball getanzt, getratscht und getrunken. Doch inmitten des ganzen Prunks und der Tradition macht, wie jedes Jahr, vor allem einer von sich reden...

Wiener Opernball - Ivian Sarcos, Lugner, Kim Kardashian
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Richard Lugner. Der österreichische Bauunternehmer ist berühmt und berüchtigt. Jahr für Jahr „kauft“ sich „Mörtel“ Lugner seine berühmten Begleiterinnen für eine Nacht ein. Ob Paris Hilton, Pamela Anderson oder Claudia Cardinale – sie alle haben ihn schon zum Opernball begleitet. In diesem Jahr wollte sich Lugner mit Kim Kardashian und der Miss World 2011 Ivian Sarcos schmücken. Doch der Plan ging schief. Kardashian ließ genervt Pressekonferenzen über sich ergehen, kam über den Hintereingang in der Saal und verschwand genauso schnell, wie sie gekommen war. Ivian Sarcos ließ sich gar nicht erst blicken – sie hatte ihr Flugzeug in Paris verpasst.

"Das große ProSieben Tanzturnier"
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Für die Miss World 2011 ist Oliver Pocher in die Bresche gesprungen. Der Brachialkomiker erfuhr erst kurz vor Beginn der Opernballs, dass er eingeladen wurde – und war sich nicht zu schade, diese Einladung wahrzunehmen. „Ich bin ehrlich gesagt erst vor drei Stunden angerufen worden. Dann hieß es, die Miss World ist nicht da, aber Du wärst optisch genau der passende Ersatz. (...) Und auf einmal sitz' ich mit Kim Kardashian hier!“, sagte Pocher dem ORF.

Vienna Opera Ball 2014 arrivals
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Schon bei ihrer Ankunft zeigte Kim Kardashian ihre Starallüren. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz rang sie sich kaum ein Lächeln ab, einen Auftritt bei der Autogrammstunde brach sie früh ab und einen Fototermin zur Ballkleid-Anprobe ließ sie laut Lugner platzen, weil sie lieber ihr Baby North füttern wollte. Ihren Aufritt an der Seite des Bauunternehmers ließ sie sich dennoch fürstlich bezahlen. 250.000 Euro soll Kardashian laut Medienberichten dafür kassiert haben.

Vienna Opera Ball 2014
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Vor den Presseleuten machte der Reality-Star auf dem Opernball dann gute Miene zum bösen Spiel. „Es ist das Prächtigste, das ich je gesehen habe. Es ist so viel größer und großartiger als ich es mir vorgestellt habe“, sagte Kardashian im ORF. Sie habe ihrer Mutter einen Streich gespielt, und ihr Kleid mit Sicherheitsnadeln enger gemacht. Die 58-jährige Kris Jenner sollte glauben, der Apfelstrudel-Konsum habe sich auf die Hüften geschlagen.

Wiener Opernball
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Während für Richard Lugner der diesjährige Opernball enttäuschend verlief, präsentierte sich Ex-UN-Generalsekretär Kofi Anan gut gelaunt. „Ein Mal im Leben muss man den Opernball gesehen haben“, sagte Annan und dankte Österreichs Präsident Heinz Fischer für die Einladung zu dem alljährlichen gesellschaftlichen Großereignis.

Johannes B. Kerner
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Wenig Spaß hatte dagegen TV-Moderator Johannes B. Kerner (hier ein Archivbild). Ein offenkundig betrunkener Ballgast hatte den Moderator angepöbelt, als Kerner die Loge von Lugner verließ. „Wer hat ihr Ticket bezahlt? Erklären Sie sich! Sie sind der neue Wulff!“, warf der Mann dem Moderator nach Angaben der Nachrichtenagentur APA an den Kopf. Kerner versuchte den Mann zu beruhigen, der warf aber ein Sektglas nach ihm. Daraufhin schlug ein Begleiters Kerners den Mann mit der Faust ins Gesicht und verletzte ihn erheblich.

WienJohannes B. Kerner wird den Wiener Opernball nicht in guter Erinnerung behalten. Der Hamburger Moderator wurde in der Staatsoper angefeindet. „Wer hat ihr Ticket bezahlt? Erklären Sie sich! Sie sind der neue Wulff!“, fragte ein angeblich alkoholisierter Gast den TV-Unternehmer. Kerner versuchte den Mann zu beruhigen, doch der warf aber ein Sektglas nach ihm. Daraufhin schlug ein Begleiter Kerners den Opernball-Teilnehmer mit der Faust ins Gesicht.

Doch abgesehen von dieser körperlicher Auseinandersetzung galt wie immer auf dem berühmtesten Ball der Welt „alles Walzer“. Rund 5000 Gäste feierten in der Wiener Staatsoper. Doch diesmal fehlte der Glanz. Die Logen, die bis 18.500 Euro kosten, gehen an die Banken schon lange nicht mehr wie geschnitten Brot.

Die Geldinstitute in Österreich haben angesichts der Turbulenzen in Osteuropa, allen voran in der Ukraine, ganz andere Sorgen. Auch internationale CEOs machen sich auf den Ball der Bälle rar. So bleibt die Arena eben einer anderen Art von Promis überlassen, nämlich Starköchen wie Johann Lafer oder TV-Entertainer wie Oliver Pocher.

Für Österreich ist die Opernball als Marketing von großer Bedeutung. Deshalb ließ es sich der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer nicht nehmen, den Ehrengast, den früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan, persönlich nach Wien zu locken.

Für Politiker der Alpenrepublik ist der Opernball ein Hochamt, von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) über Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) bis hin zum Rechtspopulisten Heinz-Christian Strache (FPÖ) waren alle zentralen Figuren des Politikgeschäfts der Alpenrepublik vertreten.

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1 Kommentar zu "Wiener Opernball: Walzer ohne Wirtschaftsbosse"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Österreicher sind hinterhältig, neidisch und heimtückisch - qua Geburt.Alpeninzüchtler halt.
    Das muss man mögen. Oder eben auch nicht.
    Mich sieht man dort nie. Niemals.

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