Winterchaos ist zurück
Der Schnee hat Deutschland wieder fest im Griff

Glatte Straßen, Schneemassen: Der Winter hat Deutschland wieder fest im Griff. In der Nacht auf Dienstag kam es zu zahlreichen Unfällen, gerade die Autobahnen waren zum Teil spiegelglatt. Allerdings haben manche Regionen das Chaos weit besser im Griff als andere.
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HB BERLIN. Vor allem im Norden Deutschlands hat sich der Winter in der Nacht zum Dienstag mit Eis und Schnee zurückgemeldet. Im Raum Hannover und anderswo in Niedersachsen ging zeitweise fast nichts mehr. Busse fuhren nur noch eingeschränkt, der Verkehr staute sich auf einigen Autobahnen Dutzende Kilometer weit. Bundesweit krachte es tausende Male. Ärger gab es am Flughafen Frankfurt: Airportchef Stefan Schulte wies Vorwürfe zurück, der Winterdienst der Betreibergesellschaft Fraport sei mangelhaft. Vor allem der Hauptkunde Lufthansa hatte heftig kritisiert, dass Flugzeuge nicht schnell genug enteist wurden.

In Niedersachsen staute sich der Verkehr allein auf der A2 bei Bad Nenndorf auf mehr als 40 Kilometern Länge, weil vier Lastwagen quer standen. Die ausharrenden Menschen wurden mit warmen Getränken und Decken versorgt. Auch auf anderen Strecken wurden Laster zum Verkehrshindernis. Bei der Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) in Hannover hieß es: „Um Hannover herum ist alles dicht, in der Nacht hat der Verkehr gestanden.“ In einigen Regionen fiel die Schule aus. Der Busverkehr im Raum Osnabrück, der am Abend wegen spiegelglatter Straßen eingestellt worden war, lief am Morgen dagegen wieder.

In Nordrhein-Westfalen krachte es in der Nacht mehr als 700 Mal, meist blieb es bei Blechschäden. Zwei Menschen wurden schwer, 26 leicht verletzt. Der Sachschaden liege bei rund 1,5 Millionen Euro, teilte die Landesleitstelle der Polizei in Duisburg am Morgen mit. Vor allem auf den Autobahnen richtete das Winterwetter Chaos an, vielfach stellten sich Sattelzüge an Auffahrten quer. Stellenweise hatten selbst die Räumfahrzeuge Probleme.

Auch in Hessen gab es einige Schwierigkeiten, vor allem auf den Autobahnen in Westhessen und im Rhein-Main-Gebiet. Im Süden und Osten des Landes blieb der Verkehr dagegen von größerem Chaos verschont. Zwar krachte es auch dort öfter, insgesamt aber deutlich seltener als an vergangenen Tagen. Auch die Deutsche Bahn meldete zunächst keine größeren Probleme.

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  • Das Autofahrerland Deutschland hat zumindest in Norden einen Streudienst, der einen Sommerreifen im Winterschnee entspricht. Eine Frecheit das selbst die Autobahnen wie am 13.10.10 geschehen, den ganzen Tag völlig vereist waren. Der Winterdienst ist nicht ausreichend und daher mussten die bürger gezwungen werden Winterreifen zu kaufen, was jeder halbwegs denkender Fahrer von allein macht.

  • Der Schnee hat allenfalls fantasielose Medien, die sich alljährlich derselben hysterischen Schlagzeilen bedienen, fest im Griff. ich kann es nicht mehr lesen. Liebe Herrschaften, Schnee ist keine Katastrophe und kein Phänomen, sondern eine alljährlich auftretende Wetterlage. Wenn Sie einen blick in ihren Kalender werfen würden, dann fiele ihnen auf, dass wir WiNTER haben. Und in früheren Jahrzehnten gab es - bei weitaus weniger Technisierung - weitaus mehr Schnee. Gab es dort Hysterie?

  • Die Sonne macht das Wetter und auch das Klima. Da die Sonnenflecken ausbleiben haben wir wieder richtige Winter, aller Cancun-Propaganda zum Trotz. Wir haben uns schlecht auf Kälte und Schnee vorbereitet und nicht auf Theodor Landscheidt gehört, der schon vor vielen Jahren eine globale Abkühlung vorhergesagt hat, das Landscheidt-Minimum.
    Ähnlich des Maunder-Minimums könnten es Jahrzehnte einer kleinen Eiszeit werden.
    Noch hoffe ich auf die versprochene globale Erwärmung, die Realität sieht leider anders aus mit Monaten von Schnee und Eis. Warum macht niemand die falschen Propheten haftbar für das Chaos auf unseren Strassen?

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