Winterwetter
Schnee legt Brüssel fast komplett lahm

Schnee und Eis haben am Freitag auch in Belgien und den Niederlanden zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Flughäfen wurden geschlossen, der Stadtverkehr in Brüssel kam praktisch zum Erliegen. Schnee ist in der belgischen Hauptstadt wegen der Nähe zum Meer äußerst selten und Winterbereifung kaum vorhanden.
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HB BRÜSSEL. Der Airport von Eindhoven wurde am Morgen nach starken Schneefällen geschlossen. Auf den Autobahnen im Süden Belgiens galt weiterhin ein am Vortag verhängtes Fahrverbot für Lastwagen. Nach Angaben der Polizei steckten dennoch zahlreiche Lastzüge auf den Schnellstraßen und auf Landstraßen fest. Erhebliche Verspätungen gab es im Bahnverkehr. "Die Gleise liegen teilweise unter dem Schnee, die Sicht ist schlecht", sagte ein Bahnsprecher. Auf vielen Strecken kämen die Züge nur langsam voran.

In der Hauptstadt Brüssel blieben die Straßenbahnen und die Busse in den Depots. Einige Straßenbahnfahrer hatten versucht, den Betrieb aufzunehmen: Sie gaben jedoch auf, weil die Weichen unter dem Schnee nicht mehr erkennbar seien.

Belgien ist zum Weihnachtsfest von den heftigsten Schneefällen seit Jahren heimgesucht worden. In der Nacht zum Freitag waren in Brüssel bis zu 20 Zentimeter Neuschnee gefallen, der Verkehr in der EU-Hauptstadt kam praktisch zum Erliegen. Der internationale Flughafen wurde zwar am Morgen wieder geöffnet, wegen der Schneemassen konnte aber nur eine Rollbahn genutzt werden.

Es gebe keine ausreichenden Kapazitäten, teilte die Flughafenleitung mit. Nur vereinzelte Flüge könnten abgefertigt werden. Bereits am Donnerstag war es zu teils erheblichen Verzögerungen gekommen, am Freitag blieben viele tausend Flugreisende ganz stecken.

Schnee in der EU-Hauptstadt ist wegen der Nähe zur Küste eine Seltenheit, und Winterbereifung rar. Am Morgen wurden rund um die Metropole 500 Kilometer Stau gezählt. Erziehungsministerin Marie-Dominique Simonet riet den Eltern davon ab, ihre Kinder zum Unterricht zu bringen, berichtete die Zeitung "Le Soir" in ihrer Onlineausgabe. Zahlreiche Schulen blieben geschlossen, weil es die Lehrer nicht zu ihrem Arbeitsplatz schafften.

Auf der Autobahn E40 zwischen Lüttich und der deutschen Grenze blieb der Verkehr vorübergehend stecken. Schneewehen sorgten auch auf den Autobahnen Richtung Luxemburg und Frankreich für massive Störungen, wie die Polizei meldete. Für einen Großteil der Strecken wurde ein Fahrverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen verhängt.

Schnee und Blitzeis brachten auch im Süden der Niederlande den öffentlichen Busverkehr zum Erliegen. Die Behörden riefen alle Lastwagenfahrer auf, die Straßen in den Provinzen Limburg und Nordbrabant zu meiden. Liegengebliebene Trucks blockierten den Verkehr.

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