Wochenende in Luxemburg
High-Tech-Staat mit glücklichen Künstlern

Das schöne Wochenende nimmt seinen Ausgang natürlich in der Hauptstadt des letzten Großherzogtums der Welt, die ebenfalls Luxemburg heißt. Das neue Museum von Pei ist nur ein Grund mehr, nach dorthin zu fahren.

LUXEMBURG. Gründe gäbe es, sich über diese Frechheit zu beschweren: Großherzogtümer wie Sachsen-Weimar-Eisenach, Mecklenburg-Schwerin und Hessen-Darmstadt lösten sich im Dampf der großen Suppe Deutschland auf, aber das eine, in dem man isst und trinkt wie im Paradies, machte sich selbstständig – und ist heute das letzte Großherzogtum der Welt: Luxemburg.

Das klingt immer noch wie Monaco mit glücklichen Kühen, und das ist es auch, nur dass es hier schon seit Jahren mehr Mobiltelefone gibt als Einwohner – ein High-Tech-Staat also mit glücklichen Kühen. Das schöne Wochenende in Luxemburg nimmt seinen Ausgang natürlich in der Hauptstadt, die ebenfalls Luxemburg heißt, aber nicht das ganze Staatsgebiet umfasst.

Nach dem Einchecken im wunderbar winzigen und eklektisch ausstaffierten Hotel „Les Jardins du Président“ wartet also ein ganzes Land auf uns, und wenn wir Glück haben, dann sitzen wir jetzt im neuen Mercedes-Coupé CL 600.

Angemessen wäre es, als erste Station das neue Museum für Moderne Kunst „Großherzog Jean“ anzusteuern, das die lustige Abkürzung „Mudam“ trägt und von Ieoh Ming Pei entworfen wurde, der auch die Glaspyramide im Louvre erbaut hatte. Darf man eigentlich sagen, dass das Gebäude wahrscheinlich besser ist als alles, was drinnen ausgestellt wird? Oder gehört sich das nicht?

Wir gucken nur von außen und machen zwei Fotos, um die neue digitale Leica M8 wenigstens in der Hand gehabt zu haben. Und fahren dann.

Und vergessen nie: bei Weinproben immer ausspucken! Unsere Weinidee des Herbstes ist das „Sommelier Masterpiece“, ein Kellnermesser, das von der Edelschmiede Laguiole mit Hendrik Thoma entwickelt wurde, dem Sommelier des Hotels Louis C. Jacob in Hamburg. Für den Abend haben wir natürlich bei Lea Linster reserviert, deren Laden schlicht „Das Restaurant“ heißt und ein Grund wäre, von allen ehemaligen Großherzogtümern barfuß hierher zu laufen, wenn es nicht anders ginge. Im Himmel wird gerade darüber verhandelt, die VIP-Räume hierher auszulagern.

Ach ja, und obendrein geht es noch besser: In Luxemburg sind auch Benzin und Zigaretten billiger als in Deutschland. Allein der Kauftourismus für diese beiden Güter bringt der Kasse des Landes pro Jahr eine Milliarde Euro Steuereinnahmen.

Wohnen: Les Jardins du Président, Place Sainte Cunégonde, Tel: 00352/260 90 71, L-1367 Clausen; www.president-luxembourg.com

Fahren: Mercedes-Coupé CL 600

Knipsen: Mit der Leica M8, 4 195 Euro

Sehen: Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, Park Dräi Eechelen, Tel. 00352/ 453 78 51, www.mudam.lu

Essen: Restaurant Lea Linster, 17, route de Luxembourg, L-5752 Frisange, Tel: 00352/ 23 66 84 11, www.lealinster.lu

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