Zeitfenster für die Ferien aller Bundesländer ist zu eng
Superstaus und Bettenmangel drohen zu Ferienbeginn

Mit Ferienbeginn in den Bundesländern Baden- Württemberg, Bayern und dann auch Nordrhein-Westfalen droht wegen des zu kurzen Ferienkorridors ein Chaos.

HB/dpa HANBURG. Der ADAC befürchtet Riesenstaus auf bis zu tausend Autobahnkilometern, auf den Flughäfen drängeln sich Massen von Urlaubern, in Hotels und Pensionen gibt es kaum noch freie Betten. Schuld daran ist die Ferienordnung in Deutschland, die die Sommerferien aller 16 Bundesländer in einen engen Zeitkorridor von nur 75 Tage presst. Wenn sich dann wie jetzt die Ferien in den bevölkerungsreichsten Ländern auch noch überlappen, sind die Folgen deutlich spürbar.

Kritik von vielen Seiten hat die Kultusminister der Länder am 12. Juni zu einer Neuregelung bewogen: Ab 2005 wird die Zeitspanne für die Staffelung der Sommerferien auf 83 Tage ausgedehnt, das heißt vom 20. Juni bis 15. September. Mit dem Beschluss wurde eine Regelung von 1999 revidiert, die planmäßig in diesem Jahr zum ersten Mal voll mit all ihren negativen Folgen greift. Bis zur Entscheidung des Jahres 1999 galt eine Zeitspanne von 91 Tagen.

Nach Meinung des „Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verbands“ (DRV) ist eine Rückkehr zum „bewährten Zeitfenster 15. Juni bis 15. September“ und der entsprechenden 91-Tage-Regelung „unumgänglich“. Nur so seien „Chaos auf den Straßen, überhöhte Preise in einer verkürzten Saison zu Lasten der Feriengäste und leere Hotelbetten in der Nebensaison zu verhindern“.

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