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Lufthansa bietet künftig Flüge im Privatjet an

Die Lufthansa bietet künftig in Kooperation mit Netjets auch Flüge im Privatjet an. Ein Flug von München nach Lugano in der Schweiz werde je nach Flugzeugtyp zwischen 4 550 und 5 650 Euro kosten, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit.

HB MÜNCHEN/FRANKFURT. „Sie brauchen uns nur 24 Stunden vor der Reise Bescheid zu geben“, sagte Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Mayrhuber am Mittwoch in München nach der Unterzeichnung einer Kooperation mit der weltweit größten Privatfluggesellschaft Netjets, die die Maschinen und Besatzungen stellt. Die Flugpreise schwanken je nach Flugzeugtyp und Strecke.

In einer ersten Phase sind vom 29. März an Flüge zwischen rund 1000 europäischen Städten sowie Zubringerflüge nach München möglich. Die Lufthansa hofft vor allem auf Kunden, die von kleinen Regionalflughäfen mit dem Privatjet zum Drehkreuz München fliegen wollen, um von dort auf Langstreckenflugzeuge zum Beispiel in die USA oder nach Asien umzusteigen. Dabei würde der Kunde beide Tickets aus einer Hand erhalten. München wurde als zentraler Standort unter anderem gewählt, weil in Frankfurt wegen der noch fehlenden vierten Piste nur unausreichende Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Mayrhuber sagte, wenn im ersten Monat ein bis zwei Kunden pro Tag einen Lufthansa Private Jet buchen würden, wäre dies bereits ein Erfolg. Mittelfristig soll die Zahl der Buchungen allerdings deutlich zulegen und das Angebot auch weiter ausgebaut werden. „Für Geschäftsreisende wird Zeitsouveränität immer wertvoller“, sagte Mayrhuber. Mit dem neuen Angebot verstärkt die Lufthansa weiter ihr Engagement im hochpreisigen Angebot. Zuvor war in Frankfurt bereits ein mehrere Millionen Euro teures Luxus-Terminal für Premiumkunden eröffnet worden.

Lufthansa-Kooperationspartner Netjets hat mit rund 550 Flugzeugen die weltweit größte Flotte an Business-Jets und gehört zum Imperium des US-Milliardärs Warren Buffett. Es bietet vor allem Unternehmen an, einen Anteil an einem Flugzeug oder bestimmte Flugkontingente zu erwerben. Netjets-Erfinder und Vorstandschef Richard Santulli sagte in einem dpa-Gespräch, er rechne für die kommenden fünf Jahre jeweils mit 30 Prozent Wachstum seines Unternehmens in Europa. Im vergangenen Jahr zählte Netjets in Europa mehr als 32 000 Flüge.

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