Zielgruppe Geschäftsreisende: Schluss mit der Schnäppchenjagd

Zielgruppe Geschäftsreisende
Schluss mit der Schnäppchenjagd

Billig-Airlines allerorten, ständige Flugplan-Änderungen, Buchungsgebühren in vielen Varianten: Die Buchung einer Geschäftsreise im Internet ist für kleine und mittlere Unternehmen ohne eigenes Reisebuchungssystem kein Vergnügen.

Wer fliegt von A nach B, welche Buchungsgebühr wird fällig, kann man das Ticket umbuchen? Fragen über Fragen, auf die der online buchende Geschäftsreisende im Web so schnell keine Antwort findet.

Und doch tun sich täglich Tausende diese Qual an. Das allgegenwärtige Schnäppchenfieber, eine gestiegene Erfahrung im Umgang mit eCommerce, anwenderfreundliche Websites der Anbieter und die neuen Buchungs- und Servicegebühren der klassischen Reisebüros treiben Geschäftsreisende aus kleineren Unternehmen ins Internet. Und dort geschieht das Kuriose: „Mit Papier und Bleistift bewaffnet surfen sie von Anbieter zu Anbieter, um nach zwei Stunden eventuell 80 Euro gespart zu haben“, beobachtet Thomas Holzer, Geschäftsführer des Freiburger Reisekosten-Software-Unternehmens Classware.

Da wandert die Maus vom Lufthansa-Portal zur DBA, am Ende schaut man noch mal bei Germania Express und bei Air Berlin vorbei. Jedes Mal eine neue Oberfläche, neue Anmeldeprozeduren, neue Regeln und Einschränkungen. „Das Do-it-yourself-Verfahren“, weiß auch Louis Arnitz, Vorstandschef des Software-Anbieters i:FAO, „ist keine effektive Methode, sie bringt mehr Frustration als Nutzen“.

Viele Geschäftsreisende tun es trotzdem, weil sie aus dem privaten Bereich mit der Online-Buchung etwa bei Low-Cost-Airlines vertraut sind. Mitarbeiter sind außerdem gehalten, preiswert zu fliegen, also spielen die Low-Cost-Carrier bei Geschäftsreisen eine wachsende Rolle. Hinzu kommt, dass man online und beim Anbieter ein paar Euro Buchungsgebühr spart.

Das hat Folgen: „Das Angebot wird intransparent – das ist weder im Sinne des Reisenden noch des Unternehmens“, sagt Ludger Bals, Deutschland-Chef des Systemanbieters Getthere.

Eigentlich wollen Online-Geschäftsreisende, die sich vom klassischen Laden-Reisebüro abgewendet haben, etwas Anderes: One-Stop-Online-Shopping in Sachen Geschäftsreise. In den USA ist das gang und gäbe. Großen Erfolg hat beispielsweise Expedia Corporate Travel. Der 2002 gegründete Zweig des Online-Reisebüros Expedia kümmert sich ausschließlich um Reisende in Nadelstreifen. Hier gibt es alle Reiseleistungen hinter einem Login, und wenn es sein muss auch eine Telefonnummer für die komplexeren Angelegenheiten. Expedia Corporate Travel hat sich in den USA hervorragend entwickelt, ähnlich wie das Pendant des Konkurrenten: Travelocity Business.

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