Zugunglück
Intercity entgleist bei Tempo 200

Ein Intercity von Salzburg nach Frankfurt am Main ist am Dienstag nahe München in voller Fahrt entgleist: Nach Angaben der Bundespolizei war der Zug mit fast 200 Stundenkilometern unterwegs, als der Steuerwagen plötzlich von einem Gegenstand aus den Schienen gehoben wurde.

HB MÜNCHEN. Der Steuerwagen blieb schräg über einer Böschung hängen. Vier Fahrgäste wurden leicht verletzt, der Lokführer erlitt einen Schock. Die 200 Passagiere wurden in einer Turnhalle betreut und später mit Bussen nach Augsburg gefahren. „Wir gehen im Moment von einem Unfall aus. Aber wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte ein Polizeisprecher.

Der Intercity fuhr gegen 12.25 Uhr auf einer dreispurigen Strecke zwischen einem Wald und dem Industriegebiet von Gröbenzell, als die ersten vier Achsen entgleisten. Der Steuerwagen blieb in Schräglage über der Böschung hängen und wurde von der Feuerwehr abgestützt, damit er nicht umkippte. Die Vorderscheibe des Steuerwagens ging zu Bruch, der Oberbau wurde beschädigt. Ein Fahrgast habe möglicherweise einen Herzinfarkt erlitten, sagte der Polizeisprecher. Unter den Leichtverletzten war auch eine schwangere Frau.

Die Bahn evakuierte den Zug und brachte die Fahrgäste in eine nahe gelegene Turnhalle, wo sie von Bahnmitarbeitern, Rotkreuzhelfern und Psychologen betreut wurden. Am Nachmittag setzten die meisten ihre Reise mit Bussen nach Augsburg fort. Die Strecke wurde komplett gesperrt und der Fern- und Regionalverkehr umgeleitet. Die S-Bahn konnte am Nachmittag den Verkehr wieder aufnehmen.

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