Zusätzliche Grenzübergänge
Polen rechnet mit Urlauberansturm an Ostsee

Durch die EU-Erweiterung erwarten die polnischen Seebäder erheblich mehr Gäste aus dem Westen. In Swinoujscie trafen sich Polen und Deutsche am Samstag zu einer Trachtenparade und einem Strandfest.

HB BERLIN. Mit einem Strandfest haben am Samstag die Menschen in der polnischen Grenzstadt Swinoujscie mit ihren deutschen Nachbarn die Aufnahme Polens in die EU gefeiert. Rund 500 Schüler aus dem polnischen Seebad zogen in traditionellen Trachten der neuen EU-Länder durch die Straßen und präsentierten Folkloremusik.

Rund 170 Radler weihten zudem einen 45 Kilometer langen Radweg von Swinoujscie über Miedzyzdroje nach Wollin ein. Am Nachmittag ist eine gemeinsame Flottenparade deutscher und polnischer Segler vorgesehen, am Abend wird an einem Lagerfeuer weitergefeiert.

Der Bürgermeister von Swinoujscie, Janusz Zmurkiewicz, und sein Kollege aus dem deutschen Nachbatort Ahlbeck auf Usedom, Klaus Kottwittenborg, zeigten sich zuversichtlich, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Sie begrüßten es, dass es nun zusätzliche Grenzübergänge geben werde. Bei der Einreise in die neuen EU-Staaten gelten künftig vereinfachte Regelungen.

Die traditionellen Badeorte an der polnischen Ostseeküste gehen davon aus, erheblich mehr Besucher aus dem Westen zu empfangen. Auch der Fremdenverkehr auf der deutschen Seite hofft davon zu profitieren. Nach Angaben von Anja Valentien vom Fremdenverkehrsverband Vorpommern hat die deutsch-polnische Tourismusbranche bereits lange vor der Erweiterung neue grenzübergreifende Angebote entworfen.

Gemeinsam mit der Touristikinformation Stettin gebe man viele Informationen über Ferienziele, die per Bahn, Auto oder Schiff erreicht werden könnten, hieß es. Wanderungen von den Kaiser-Bädern auf Usedom nach Swinouijscie sind ebenso im Programm wie Schiffsausflüge über das Oderhaff und Auto- und Bustouren in die westpommersche Hauptstadt Szczecin. Hunderte Kilometer Wander-, Rad-, Wasserwander- und Reitwege zu beiden Seiten der Grenze werden laut Valentien weiter ausgebaut.

Mit dem EU-Beitritt Polen am 1. Mai können Reisende aus Deutschland nach Angaben der Deutschen Bahn die preiswerten Regional-Fahrkarten, wie das Mecklenburg-Vorpommern-Ticket und das Schöne-Wochenende-Ticket, bis nach Stettin nutzen. Tickets der Polnischen Staatsbahn gelten dafür bis zum deutschen Bahnhof Löcknitz.

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