Genf/BerlinDas Kind Nr. 7.000.000.000 ist womöglich längst geboren, vielleicht kommt es auch erst in einigen Wochen zur Welt. Niemand weiß wirklich genau, wann und wo der Säugling entbunden wird, der die globale Bevölkerung auf die Rekordmarke von sieben Milliarden Menschen heben wird. Die Vereinten Nationen legten daher einen symbolischen Tag fest: es ist der heutige 31. Oktober.
Die rein symbolische Begrüßung fand auf den Philippinen statt. Zwei Minuten vor Mitternacht erblickte die kleine Danica May Camacho das Licht der Welt. Im Kreißsaal in einem Krankenhaus von Manila waren unter anderen Uno-Vertreter anwesend, die einen Kuchen mitbrachten. Auch der sechsmilliardste Mensch, die heute zwölfjährige Lorrize Mae Guevarra, nahm an dem Ereignis teil.
„Sie sieht so süß aus“, sagte die Mutter des Babys, Camille Dalura. „Ich kann gar nicht glauben, dass sie der siebenmilliardste Mensch der Welt ist.“ Anlässlich des Ereignisses erhielt das Kind ein Stipendium für ein späteres Studium, die Eltern bekommen finanzielle Unterstützung zum Aufbau eines Geschäfts. Das Baby ist eines von mehreren, die weltweit symbolisch zum siebenmilliardsten Mensch erklärt werden.
6,5 Prozent Wachstum, 1.178.000 Einwohner (2000)
7,4 Prozent Wachstum, 1.026.000 Einwohner (2007)
7,5 Prozent Wachstum, 689.000 Einwohner (2009)
7,7 Prozent Wachstum, 8.524.000 Einwohner (2000)
7,8 Prozent Wachstum, 237.000 Einwohner (2002)
8,0 Prozent Wachstum, 1.386.000 Einwohner (2006)
11,3 Prozent Wachstum, 9.692.000 Einwohner (2000)
13,1 Prozent Wachstum, 6.446.000 Einwohner (2000)
13,3 Prozent Wachstum, 1.571.000 Einwohner (2006)
20,8 Prozent Wachstum, 7.009.000 Einwohner (2000)
„Wir müssen diesem Kind und seiner ganzen Generation eine lebenswerte Zukunft geben“, mahnt Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon. Ein frommer Wunsch: Das Mädchen wird in eine Welt geboren, die schon heute nicht in der Lage ist, allen eine erträgliche Existenz zu bieten. Die Zahl der Hungernden stieg laut der Uno-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft FAO von 2008 bis 2010 von 850 auf 925 Millionen. Rund eine Milliarde Menschen fristen ein Leben in extremer Armut mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag.
Besonders entmutigend sind die Zukunftsperspektiven der Jungen: Nach konservativen Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) finden 75 Millionen oder 13 Prozent der Erdenbürger im Alter von 15 bis 24 Jahren keinen Job. Die Dunkelziffer liegt sehr viel höher. „Millionen Jugendliche rund um die Welt fühlen Frust und Wut“, sagt ILO-Direktor Manuel Salazar-Xirinachs.
Und die Weltbevölkerung wächst weiter. Ende der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts lebten nach Uno-Schätzung sechs Milliarden Menschen auf der Welt. Nun werden es sieben Milliarden. Am Ende des 21. Jahrhunderts könnten sich zehn Milliarden Männer, Frauen und Kinder auf dem Planeten drängen – möglich ist auch ein Anschwellen auf 15 Milliarden.
Danke für den Link, George! Leider hat Jean mit einem nicht recht: Nämlich damit, dass diese Leute unglaublich viel verdienen. Sie verdienen es sich nämlich nicht, die nehmen's sich einfach; und darin liegt ein gewaltiger Unterschied - meine ich!
Die Merkel nimmt sich sogar eine Million aus der Staatskasse, um eines Millionärs Geburtstag zu finanzieren, wie ich gelesen habe. Daher noch einmal: Sie verdienen's sich nicht, das Geld, sie nehmen's sich, weil das Volk zu faul geworden ist, etwas dagegen zu tun.
Merkelt (nein, dies ist kein Rechtschreibfehler!) euch das!
Zitat: "Das Mädchen wird in eine Welt geboren, die schon heute nicht in der Lage ist, allen eine erträgliche Existenz zu bieten. "
Das ist eine Falschaussage! Es muss heißen:
"Das Mädchen wird in eine Welt geboren, die von wenigen gierigen Superreichen in den Krallen gehalten wird, welche wenig Interesse an immer neuen "unnützen Essern" haben und diese daher auf allen Ebenen - auch mit orgnisiertem Hunger - bekämpfen."
siehe z.B. Jean Ziegler UN-Sonderberichtserstatter für das Recht auf Nahrung:
http://www.youtube.com/watch?v=JgvrZc-PTJ4
Wer bedient sich hier des Namens "redaktion handelsblatt"? Leider macht der Schreibstil und der Fehler der numerischen Nennung offensichtlich, dass es sich nicht um die Redaktion handeln kann.
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