Berlinale: Party, Politik und Proteste auf dem Filmfestival

Berlinale
Party, Politik und Proteste auf dem Filmfestival

Glamouröse Stars und politisch brisante Filme: Die 65. Berlinale setzt bis Mitte Februar auf ihre Stärken – und überrascht mit einer hochkarätigen Jury. Kritik bleibt dabei nicht aus, vor allem aus Nordkorea.
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BerlinKritik aus dem Iran, Drohungen aus Nordkorea und erregte Fans des amerikanischen Sadomaso-Dramas „Fifty Shades of Grey“: Die Filmauswahl der 65. Berlinale schlägt bereits vor dem Start des Festivals hohe Wellen. Das größte Publikumsfestival der Welt ist traditionell auch das politischste.

Brisante Filme über Religionswahn, Kindesmissbrauch und Homophobie hat Direktor Dieter Kosslick (66) für das Rennen um den Goldenen Bären ausgewählt. „Aber neben den ernsten Themen gibt es natürlich auch Unterhaltung“, sagt der Chef der Berliner Filmfestspiele.

„Das Star-Aufgebot auf dem roten Teppich kann sich wieder sehen lassen.“ Stars wie Nicole Kidman, Robert Pattinson, Juliette Binoche, Natalie Portman, Helen Mirren, James Franco und Ian McKellen wird Kosslick vor dem Berlinale-Palast am Potsdamer Platz begrüßen. Auch Cate Blanchett, Charlotte Gainsbourg, Ben Kingsley, Charlotte Rampling und der medienscheue US-Regisseur Terrence Malick reisen zu den Premieren ihrer neuen Filme an.

441 Filme aus aller Welt zeigt die Jubiläums-Berlinale, 700 weitere Regiearbeiten werden auf dem European Film Market für professionelle Filmeinkäufer gehandelt. Die Deutschen sind dieses Mal ausgesprochen stark und hochkarätig im Programm vertreten. Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“) stellt „Elser“ über den Hitler-Attentäter Georg Elser vor. Wim Wenders („Pina“, „Der Himmel über Berlin“) ist mit dem Beziehungsdrama „Every Thing Will Be Fine“ mit James Franco und Charlotte Gainsbourg dabei, dem einzigen 3D-Film im Wettbewerb.

In „Queen of the Desert“ von Werner Herzog („Fitzcarraldo“) spielt Nicole Kidman die britische Forschungsreisende Gertrude Bell. Auch „Twilight“-Star Robert Pattinson stand für den Film vor der Kamera. Andreas Dresen startet mit „Als wir träumten“ im Wettbewerb, in dem sich 19 Filme um den Goldenen Bären bewerben. Dresen („Halt auf freier Strecke“) zeigt als Weltpremiere die Verfilmung des Romans von Clemens Meyer über Jugendliche in Leipzig.

Sebastian Schipper („Absolute Giganten“) bewirbt sich mit dem Thriller „Victoria“ um die Berlinale-Trophäe. In der Special-Reihe läuft Margarethe von Trottas „Die abhandene Welt“ mit Katja Riemann und Barbara Sukowa. Terrence Malick („Der schmale Grat“), Berlinale-Gewinner von 1999, ist mit dem philosophischen Werk „Knight of Cups“ im Rennen.

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